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Steinsalz in der Schweiz.
Auch zu Bex an der Rhone, unterhalb Martigny,wo man sich früher mit in ihrem Gehalte sehr veränder-lichen Salzwässern begnügte, hat Job. v. Charpentierneuerlich eine bedeutendere Menge reineres Steinsalz ge-funden *). Die Salzquellen von Reichenhall in Baiernentspringen am Ful’se der mächtigen Salzstöcke von H al-lein und Berchtesgaden, und alle die unzähligenSalzquellen Galliziens am nördlichen Abfalle der Kar-paten, die Salzwässer von Ungarn, im Innern vonSiebenbürgen und in der Moldau, kommen sämml-lich in Gebirgen vor, in welchen das Steinsalz eine au-fserordentlichc Verbreitung besitzt, ja zum Theil am stärk-sten an solchen Orten, wo die mächtigsten und reinstenSteinsalzlager auftreten.
Unstreitig mufs bei der Kenntnifs dieses so häufigdeutlichen und unabweislichen Zusammenhanges der Salz-quellen und des Steinsalzes ein Bemühen, die Entstehungder ersteren auf dem Wege der Auflösung zu leugnen,als fruchtlos und der einfachen Erscheinung widerspre-chend betrachtet werden; nichtsdestoweniger sind dieseVersuche bis in die neueste Zeit wiederholt worden.Wir wollen zuvor dieselben hier im Allgemeinen über-gehen, doch erscheint es nicht unpassend, einige merk-würdige Erscheinungen zu erwähnen, welche die Salz-quellen überhaupt zeigen, und welche eben so ent-schieden als die Nähe des Steinsalzes für ihr Entstehenauf dem "Wege def Auflösung sprechen. — Besondersinteressant sind in dieser Beziehung die Thatsachen, w el-che v. Alberti anführt, dessen mehrjährige Erfahrungensich vorzugsweise über das salzführende Gebirge vonWürtemberg erstrecken.
Ueberall hat man in diesen Gegenden die interes-sante Erfahrung gemacht, dafs nirgend, wo bisher Stein-salz angebohrt wurde, sich innerhalb desselben überhaupt
) Poggcud. Auu. III, 75. — 1824 und 1825.