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Physikalische Geographie : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin in den Jahren 1834 und 1835 / von Friedrich Hoffmann
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492 Auflösungslhcoric, fernerweitig bestätigt.

sein müssen, um neues Feld zum Auslaugen zu suchen.Achnliche Beispiele von der Abnahme des Salzgehaltesin den Bohrlöchern kennt man auch auf anderen Sali-nen, wie zu Königsborn bei Unna.

Es ist eine auf den meisten Salinen gemachte Er-fahrung, auch bei solchen, in deren Nähe noch keinSteinsalz aufgefunden worden ist, dafs, wenn die Soolesich an Quantität, an Wassermenge vermehrt, sie auchan Qualität, an Salzgehalt zunimmt. Nach nassen Jah-ren findet man immer die Förderung solcher Werkenicht nur wasscr-, sondern auch salzreicher; es darf diefsnicht anders »wartet werden, wenn man erwägt, dafsmit dem vermehrten Zuflusse süfser Gewässer sich auchderen auf die Salzstöcke einwirkende Druckhöhe ver-mehrt, dafs ausgelaugte Höhlungen, welche bei niedrigemWasserstandc nur an den Seiten angegriffen werdenkonnten, nun vielleicht bis zur Decke von dem Auflö-sungsmittel berührt werden.

Diese Gründe für die Entstehung der Salzquellenauf dem Wege der Auflösung, genügen soweit allen An-forderungen; schwieriger erscheint cs, auch bei genaue-rer Forschung, die oben ganz allgemein hingestellle An-sicht auf die Entstehungsweisc aller anderen Mineral-quellen anzuwenden. Hier begegnen wir indefs einemZweifel cigeuthümlicher Art, dessen Beseitigung uns zu-nächst obliegt.

Zn verschiedenen Zeiten hat man versucht, Mineral-wässer künstlich nachzubilden. Schon Berginan er-wähnt in seiner physikalischen Erdbeschreibung, dafs csihm gelungen sey, ein dem Pyrmontcr und SelterserWasser sehr ähnliches Produkt zu erzeugen, und neuer-dings hat man eigene Anstalten gegründet, worin die we-gen ihrer Heilkräfte berühmten Mineralwässer, nach An-leitung der in ihnen durch chemische Analyse aufgefuu-denen Stoffe, in solcher Vollkommenheit dargcstellt wer-den, dafs sic durch die Sinne und durch ihre arzencili-