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Physikalische Geographie : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin in den Jahren 1834 und 1835 / von Friedrich Hoffmann
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496 Gehalt der Mineralquellen,

Entstehen aller aus gröfserer Tiefe hervorkommendeuQuellen, zu welchen vorzugsweise die Mineralquellen g e 'hören, dein Zusainmentretcn einer unzähligen Menge fei-ner Tropfen (oder Schwitzwasser) zuzuschreiben, derenjeder einen Theil der Bestandteile aus seinen Umge-bungen mitbringt, und welche, oft aus grofser Ferne zu-sammenfliefsend, bald eine Menge feiner Wasserstrahlenbilden, und sich zu einem gröfseren Strahle vereinigendals Quellen hervortreten.

Halten wir uns nun an dieses Bild, so ist es klar, |dafs eine Quelle solcher Art schon fortwährend das Re- jsultat der Veränderungen in sich schliefst, welche in ei-nem beträchtlichen Raume in Beziehung auf den Gangihrer Zuflüsse und auf ihre verschiedenen Bestandteile jin verschiedenen Zeiten Vorkommen können. Es ist sein iwahrscheinlich, dafs, wenn einmal von einer Seite herdie Auflösung schwächer zufliefst, sie von irgend einerder vielen anderen Seiten, welche der Quelle ihrenReichtum darbieten, stärker erscheinen wird, und wennauch irgendwo ein Theil der Zuflüsse sich einen Wegdurch Gebirgsarten bahnt, welche andere Bestandteiledarbieten, so wird der Einflufs dieser Aenderung aufdie Beschaffenheit der von so unzähligen Zuflüssen ge-speisten Quelle häufig sehr unbedeutend ausfallen.

Ganz derselbe Grund bestimmt unter anderen Um-ständen die sich glcichbleibendc Wassermenge solcherQuellen, welche ihre Zuflüsse aus ansehnlicher Tiefe undaus einem grofsen Bezirke erhallen. Sie sind wenigerabhängig von den zufälligen Einflüssen der vorüberge-hend vermehrten und verminderten meteorischen Nieder-schläge, und gleichen zum Theil dieselben aus; währendnämlich bei Quellen, welche an der Oberfläche entsprin-gen, jeder Gewitterregen eine vermehrte Wassermengezeigt, während sie bei einer nur kurzen Dürre versie-gen, lliefsen dagegen die Quellen, welche aus der Tiefekommen, scheinbar gleichförmig fort, und nur der Ein-flufs