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Physikalische Geographie : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin in den Jahren 1834 und 1835 / von Friedrich Hoffmann
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Mineralquellen.

eher Quellen lniifsten nach Wurzer’s Ansicht schonErdfälle von dem Umfange ganzer Provinzen erzeugt ha- !ben. Allein wir sehen in der Nähe von MineralquellenHöhlen und Erdfälle nicht häufiger als sonst, und nochnirgend ist ein nothwendiger Zusammenhang zwischenihrem Vorkommen und der Entstehung der Quellen er*wiesen worden, in der Art, dafs sie Reste von Substan-zen enthielten, welche die Mineralquellen mit sich füh- ;ren, oder dafs sie den Quellen den Austritt geben. jWir müssen hier zwar, w'ie bei den anderen Ein-würfen gegen die Auflösungsansicht, entgegnen, dafs doch inachzuweisen sey, wo die Bestandlheile der Mineralqucl- i

len sonst herkominen, die sie doch deutlich aus dem In- <

nein der Erdrinde mit sich heraufbringen, wenn sie dort i

nicht von ihnen gefunden und weggeführt werden; aber ]aufserclem dient noch zur Beleuchtung dieses Verhält- snisses der Beweis, dafs man die Wirkungen der Mine- \ralquellen auf die Durchlöcherung der Erdrinde bei der (Annahme grofser, durch sie gebildeter Höhlungen sehr tübertrieben hat, weil man die Resultate einer einfachen Jund leicht anzustellenden Berechnung dabei übersieht. (Eines der gröfsesten unter den genauer bekannten IBeispielen von einer sehr reichlichen Quantität fester i

Bestandlheile, welche durch Mineralquellen dem Innern I

der Erdrinde entführt weiden, zeigen die Quellen von i

Karlsbad. So wie diese auch muthmafslich zu den 1

wasserreichsten Mineralquellen des Festlandes von Eu- $ropa gehören, so ist auch die Menge der Salze, welchesic mit sich führen, bewundernswürdig. Schon Klap- ■ 1

roth hat berechnet, dafs diese jährlich 6800 Ctr. koh- <lensaures Natron und etwa 10,300 Ctr. Glaubersalz bc- <

trage, allein Gilbert hat gezeigt, dafs diese Schätzung r

noch viel zu gering sey, dafs diese Massen zu 130,00t) t

Ctr. kohlens. Nation und zu 200,000 Ctr. Glaubersalz 1

angenommen werden könnten.

Diese ungeheure Menge, sollte man denken, müfstc