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Physikalische Geographie : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin in den Jahren 1834 und 1835 / von Friedrich Hoffmann
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Mineralquellen,

Bestandteilen za versehen. Es liegt also die Gröfscsolcher Salz-Anhäufungen, wie die stärksten Mineralquel-len verbrauchen, keinesweges aufserhalb des Bereichesder Erfahrungen, und für die anderen reicht natürlichdiese Vergleichung noch bei weitem eher hin.

So hat Egen *) gezeigt, dafs die Salzquellen zu |Rothenfelde bei Osnabrück, eine der reichsten un- |tcr den Salzquellen Westphalens, in 4000 Jahren eiu ^Salzlager (vermischt mit allen übrigen festen Bestandthei- jlen derselben) verbraucht haben würden, welches bei ei- jner Längen- und Breiten-Ansdchnung von etwa J Stun- iden eine Stärke von ungefähr 18 F. haben müfste. Einesolche Höhlung würde, wenn sie in einer angemessenenTiefe unter der Erdoberfläche läge, keinen Erdsturz be-wirken. Die Erfahrungen bei den Sinkwerken der Salz-gruben von Berchtesgaden lehren, dafs viel gröfsereMassen aus dem Innern der Erde entfernt werden kön-nen, ohne Einflufs auf die Erdoberfläche, ja selbst ohnebeträchtliche Einslürzungen der nächsten Decke herbei-zuführen; wobei noch sehr zu beachten ist, dafs die na-türlich sich bildenden Höhlungen dieser Art fortdauerndmit Wasser erfüllt bleiben, welches einem um so gröfsC-rem Drucke ausgesetzt ist, je tiefer dieselben liegen undum so kräftiger dem Einbrechen entgegenstrebt; dafs dienatürlichen Auslaugungen wohl kaum so zusammenhän-gende Massen und in so kurzer Zeit angreifen, als die |künstlichen, und daher noch weit weniger geeignet er- .scheinen, Erdstürze und Zerstörungen an der Oberfläche |zu veranlassen.

Es würden sich viele Beispiele ähnlicher Fälle mitLeichtigkeit beibringeu lassen, welche dasselbe erweisen,und wir würden also hiernach auch diesen Einwurf fürbeseitigt halten können, doch tritt noch eiu Umstandliinzu, welcher ihm vollends alles Gewicht raubt. — Wir

) Karsten’s Archiv XIII, 2. p. 34$.