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Physikalische Geographie : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin in den Jahren 1834 und 1835 / von Friedrich Hoffmann
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ob langsamer als andere Wässer erkaltend. 505

Stande sey. Sicherer aber wird diese Meinung durchdie zu ihrer Prüfung besonders angestellten VersucheMehrerer Naturforscher widerlegt.

.Neumann, Stein mann, lleufs und Damm ha-ben in dieser Rücksicht den Karlsbader Sprudel ge-prüft; sie füllten mit gewöhnlichem bis auf 59° R. er-wärmten Flufswasser eine Flasche, neben welche sie einegleiche Wassermenge enthaltende Flasche mit frisch ge-schöpftem Sprudelwasser stellten, und beobachteten nungleichzeitig in beiden die Abnahme der Temperatur; siefanden, dal’s die Abkühlung in beiden sehr nahe gleich-förmig von statten geht, und dafs genau dieselbe Zeit er-forderlich war, um die Temperatur in beiden Flaschenbis auf die des Zimmers herabsinken zu lassen, in wel-chem beobachtet wurde. ,

Aehnliche Untersuchungen hat Longchamp *) anden Quellen von Bourbonne Ies Rains iin südlichenFrankreich mit vieler Umsicht angestellt, und erhielt das-selbe Resultat, obgleich kurz vor ihm scheinbar sorg-fältig gemachte Versuche, deren Mängel er aufdeckte,die entgegengesetzte Ansicht zu bestätigen schienen.

Eben so war das Resultat der Versuche, welche1823 von lleufs, Ficinus und Schweigger an denQuellen zuTeplitz angestellt wurden, ebenso das frü-her untersuchte Verhalten der Quellen von Baden-Ba-den (52 u R.) durch Salzer geprüft, und im Jahre 1824bat Leop. Gmelin in Wiesbaden dasselbe durchsehr befriedigende Versuche gegen die früher durch Kast-üer voreilig verbreitete Meinung erwiesen.

Es ist bei dem Ueberblicke dieser Erfolge, welcheVon so vielen Gelehrten erwartet wurden, in der ThatHur zu bewundern, wie eine so durchaus mit den be-kannten Gesetzen des Wärmestoffes in Widerspruch sie-bende Ansicht, welcher man in der That keinen hühc-

) Ann. de Cliim. XXIV, p. 247.