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Physikalische Geographie : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin in den Jahren 1834 und 1835 / von Friedrich Hoffmann
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506 Mineralwässer, woher ihre Heilkraft,

ren Werth als den eines Volks-Aberglaubens beimessendarf, so lange bei wissenschaftlich Gebildeten hat Ein-gang linden können, dafs man sie selbst noch gegenwär-tig nur zögernd und ungern «ufzugeben geneigt ist.

4) Was den vierten -der erwähnten Einwürfe be-trifft, so scheint es eine der Beobachtung sehr würdigeThatsachc zu seyn, dafs Quellen bei einem unbedeuten-den Gehalt an festen Bestandteilen, doch eine verhält-nifsmäfsig sehr beträchtliche Wirkung auf den menschli-eben Organismus ausüben.

Ilieis scheint vorzugsweise der Fall bei einigen war-men Quellen zu seyn, wie bei den Quellen von Pf cf- !fers in der Schweiz, welche bei 29,7° B. Temperatur Iim Pfunde nur 2,2 Gran fester Bestandteile enthalten,also viel schwächer an fremdem Gehalt sind, als die mei-sten unserer gewöhnlichen Brunnenwässer; bei den Quel-len des Wildbades Gastein und den Teplitzer Quel-len, welche ungefähr nur | der festen Bestandteile vondenen von Karlsbad enthalten.

Diesen Widerspruch aber zu lösen kann allein einGegenstand der Medicin seyn, und die Chemie wird unsnur in dem wenig wahrscheinlichen Falle hier noch Aus-kunft geben können, wenn es einst vielleicht envieseuwerden sollte, dafs sie Stoffe flüchtiger Natur, in wel- !dien das wirksame Princip dieser Quellen liegen könnte, jübersehen haben sollte. Ich übergehe endlich die ande- jren Gründe, welche gegen den Charakter der Mineral- jwässer, als eiufach chemischer Lösungen, ferner noch jsprechen sollen, als unwesentlich sowohl wie als uner-weisbar.

Wenn wir nun den Widerspruch gegen das We-sen der Mineralquellen als befriedigend entfernt ansehendürfen, so wird es noch von Wichtigkeit seyn, einigeErläuterungen über das Vorkommen der Substanzen inder Erdrinde hinzuzufügen, welche die Mineralquellenaus derselben hcraufbringen. Sind diese Substanzen wirk-