512 Kalte Säuci'linge, aucli vulkanischen Ursprungs.
Oberfläche kommen. Für diese Annahme spricht nochdie Wahrnehmung, dafs viele dieser sogenannten kaltenSauerquellen doch noch immer eine etwas über dem Mit-tel der Atmosphäre stehende Temperatur besitzen.
Wir kennen zwar im scheinbaren Widerspruchemit dieser Ansicht mehrere bedeutende Sauerquellen,in deren Nähe vulkanische uatronhaltige Gebirgsartennicht gefunden werden. So ist diefs der Fall mit denQuellen vou Pyrmont und Driburg, und mit einerMenge minder kräftiger Sauerbrunnen in dem TheileWestphalens zwischen der Weser und dem Teu-toburger Walde.
Hier aber genügt die Bemerkung, wuzu auch schondie Analogie so vieler deutlich beobachteten Fälle die-ser Verbindung leiten sollte, dafs diese Quellen unterVerhältnissen auftreten, welche es sehr wahrscheinlichmachen, dafs die vulkanischen Gesteine zwar hier vor-handen sind, aber unter der Oberfläche von jüngerenGebirgsarten verdeckt liegen. Sie treten sämmtlich ausSpalten der Erdrinde hervor, welche das unzweifelhafteGepräge der Entstehung durch vulkanische Kräfte ansich tragen *). Die benachbarten Berge, die alten Rän-der dieser Spalten, sind erhoben und gewaltsam ausein-ander gerissen, und wir stehen dort auf einem Boden,auf welchem die vulkanische Wirkung, die ihn gestaltethat, sich noch durch das anhaltende Entweichen vonkohlensauren Gasstrümen, und durch das Hervortretcnder aufgelösten Bestandteile vulkanischer Gebirgsartendeutlich macht. Auf ähnliche Weise hat auch Stift inseiner geognostischen Beschreibung von Nassau bemerkt,dal’s überall in der Nähe der dortigen Heilquellen, woebenfalls die Basalte nicht ganz nahe liegen, ähnlicheUnregelmäfsigkciten, Zerreifsungen in den Schichtungs-verhältnissen zu linden sind.
Der
) Poggend. Aunal. XVII, S. 151.