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Physikalische Geographie : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin in den Jahren 1834 und 1835 / von Friedrich Hoffmann
Entstehung
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518
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618 Ccmentquellen u. s. w., wie entstehend.

theile, so wie ihre Wärme durch Zuleitung von demvulkanischen Heerde erhalten, und diefs ist in der Thatum so leichter anzunehmen, da das Schwefelwasserstoff-gas zu den häufigsten Aushauchungen noch thätiger Vul-kane gehört.

Von den übrigen Arten von Quellen, den Naphtha-,Cement- und inkrustirenden Quellen, welche wirnoch unterschieden haben, ist es augenscheinlich leicht,den Ursprung ihrer charakteristischen Bestandteile ausdem benachbarten Boden nachzu\yeisen. Erdölquel-len entstehen nur an solchen Orten, wo der Boden somit Erdöl durchdrungen ist, dafs eine künstliche Oeff-nung in demselben hinreicht, es darin zusammentliefsenzu lassen. Ccmentquellen kommen immer nur amFufse solcher Berge vor, in deren Innerem fortwährendbeträchtliche Quantitäten von Kupfer- und Eisen-Vitrioldurch Zersetzung von Erzen sich bilden. Wer z. B.das Innere des Rammeisberges bei Gofslar besuchthat, der würde es auffallend finden müssen, wenn dieam Fufse desselben zusammenrinnenden Quellwässer nichtetwas von dem Kupfer-Vitriol aufgelöst mitbringen soll-ten, der alle Wände der Gruben mit seinen Krystallenbekleidet. — Bei den Inkrustationsquellen siehtman gar das Material, welches sie mitbringen, in denmeisten Fällen in mächtigen Felsen vor Augen, die ih-ren Ursprungsort umgeben; und es hat mithin die Theo-rie von der Entstehung der Mineralquellen durch Auf-lösung, sowohl in Bezug auf die Eigenthümlichkeit derWässer selbst, als in Bezug auf das Vorkommen derin ihnen enthaltenen Stoffe in der Erdrinde, so viel un-zweifelhafte Thatsachen für sich, dafs wir an ihren un-bedingten Vorzügen vor allen anderen theoretischen Ver-suchen zur Erklärung dieser Phänomene nicht mehrzweifeln dürfen.