Temperatur der Quellen.
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Einige Betrachtungen über die Temperatur derQuellen und über die Eigentümlichkeiten ih-res Laufes, werden nun die Beleuchtung dieses Ge-genstandes vervollständigen.
Die absolute Verschiedenartigkeit der Tempera-tur, mit welcher die Quellen austreten, geht schon ausden vorhergegangenen Erläuterungen hervor, und ist eineseit den ältesten Zeiten gemachte Erfahrung. Wir ha-ben Quellen kennen gelernt, die fortwährend mit sehrhohen Temperaturgraden austreten, und man kennt sol-che unter den heifsen Quellen von Island, wie die vonOelve, von Reykhole, welche muthmafslich durchden hohen Druck, den sie bei der Erhitzung erleiden,selbst über den Hitzgrad des siedenden Wassers hinaus-gehen. Doch wenn wir diese Erscheinung als eine Aus-nahme von der Regel betrachtet haben, und sie nur beidein Eintreten von gewissen seltenen Bedingungen vor-kommt, so werden wir hier unsere Betrachtung nur aufdie Wärme-Verhältnisse der gewöhnlichen Quellen be-schränken müssen.
Von diesen ist es eine, wenigstens in unseren Kli-matcn gemachte Wahrnehmung, dafs ihre Temperatursich fast immer von der der Atmosphäre zu unterschei-den pflegt. Wir wissen, dafs es im Sommer leicht derGesundheit nachtheilig ist, frisch geschöpftes Quellwas-ser zu trinken, weil seine Temperatur im Verhältnissezu der der umgebenden Atmosphäre ungemein niedrigist; eben so wissen wir aber auch, dafs während desWinters, wenn die Erdoberfläche hart gefroren und mitEis und Schnee bedeckt ist, die Quellen zu fliefsen den-noch fortfahren, dafs die Ursprungsorte derselben nichtzufrieren und Wärme genug besitzen, fortwährend grü-nende Pflanzen zu unterhalten, welche ihren Lauf oftbis zu einer beträchtlichen Entfernung von dem Aus-bruchsorte schmücken, wo sie dann allmälig ihre Wärmean die Luft abgeben, und sich nach dem Wechsel der