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Temperatur der Quellen,
Witterung richten. Die Temperatur unserer gewöhnli-chen Quellen ist also im Sommer im Allgemeinen gerin-ger, im Winter gröfser als die der Atmosphäre, und eskommt nur darauf an, das Yerhältnifs dieser Differenzennach Beobachtungen kennen zu lernen.
Untersuchen wir die Ursachen, von welchen dieTemperatur des Quellwassers abhängt, so finden wir siezunächst in der Wärme des Bodens, durch welchen sicfliefsen. Bei langer Berührung mit diesem in den Klüf-ten der Erdrinde werden die Wässer (abgesehen vonallen störenden Einmischungen) den Wärmegrad anneh-men müssen, welchen er selbst besitzt, und mit ihm be-gabt an der Oberfläche hervortreten. Die Wärme aber,welche dem Erdboden eines jeden Landstriches zukommt,ist zunächst, wie die der Atmosphäre, von den klimati-schen Verhältnissen desselben abhängig; denn er wird,wie diese, nach dem jedesmaligen Stande der Sonne er-wärmt und im Winter erkältet, und er unterscheidet sichvon ihr nur durch die verhältnifsmäfsig viel geringereSchnelligkeit, mit welcher er diese Eindrücke aufnimmt.
Wenn die Wärme sich fast augenblicklich in allenTheilen der beweglichen Atmosphäre verbreitet, wenneine Bewegung aus wärmeren Gegenden die Temperaturderselben in wenigen Stunden um viele Grade zu erhö-hen, und umgekehrt ein Strom aus kalten Gegenden sicfast plötzlich zu erkälten vermag, so ist es dagegen mitder Einwirkung der erwärmenden und erkältenden Ein-flüsse auf den Boden ganz anders. Die Wärme, diesich ihm durch die Sonnenstrahlen, durch erwärmte Luftan der Oberfläche mittheilt, kann sich nur durch Fort-leilung allmälig in sein Inneres fortpflanzen, und da diewärmeleitende Fähigkeit desselben, wie wir wissen, sehrgering ist, so wird diefs nur sehr langsam geschehen kön-nen. So wird denn die Wärme des Sommers nur lang-sam, und vielleicht erst nachdem derselbe vorüber ge-