Schwankungen derselben. 529
rian, der niedrigste Stand der Quellen-Temperatur imFebruar bis in den März, und der höchste im Septem-ber. In Upsala dagegen, wo der Winter so viel längerdauert, war der niedrigste Stand erst Anfangs Mai beob-achtet worden, der höchste aber fiel mit der Zeit in Ba-sel zusammen, weil die Luft in der Schweiz und inSchweden im Sommer zu derselben Zeit sehr nahe glei-che Temperaturen besitzt.
Uebrigens giebt es aufser diesem allgemein gesetz-mäfsigen Verhältnisse, nach welchem die Temperatur derQuellen in den verschiedenen Theilen der Erdoberflächegeordnet scheint, auch noch begreiflich eine sehr grofseZahl von Special- und Lokal-Einflüssen, welche verän-dernd auf die Wärmeverhältnisse einzelner Quellen oderganzer Quellen - Familien einwirken. Der Boden, auswelchem sie hervortreten, die Tiefe oder Höhe, aus wel-cher sie ihre Zuflüsse erhalten, die gröfsere oder gerin-gere Ausgesefztheit ihres Austrittsortes gegen die Ein-flüsse der Sonnenstrahlen oder andere von der Weltge-gend herrührende Eindrücke, und endlich die chemischeBeschaffenheit der Wässer sind eben so viel Potenzen,welche sehr wohl allein dazu beitragen können, die Re-sultate des allgemeinen Einflusses der Klimate zu ver-wirre^ und eben so viel Probleme für den gewandtenBeobachter zu erzeugen, auf welche einzugehen hier nichtder Ort ist. Erman theilt die anomalen Verhältnisse,welche die Quellen betreffen, in erwärmende und erkäl-tende Einflüsse, und es scheint auch in der That, als obeinige derselben einen sehr allgemeinen Charakter be-säfsen.
Abgesehen von den specielleren Einflüssen konstan-ter Differenzen bei der Temperatur einzelner Quellen,welche er anführt, scheint es der Aufmerksamkeit werth,dafs unter sonst gleichen Umständen alle Salzquelleneine höhere Temperatur besitzen, als ihnen den klimati-schen Verhältnissen nach zukommt. Alle Quellen dieser
34