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Temperatur der Salzquellen.
Art im prcufsischcn Staate zeigen davon auffallende Bei-spiele; die zu Halle besitzt 12° Reaum., da ihr doch ei-gentlich kaum mehr als 8,5° R. zukäme; Dürrenberggar 14° und Müns ter am Stein an der Nahe sogar 21°;ähnliche Verhältnisse hat man hei der Saline von Nau-heim in Hessen auf eine sehr auffallende Weise beob-achtet. Es ist sogar schon der Grundsatz ausgesprochenworden, dafs, je höher der Salzgehalt, um so höher auchdie Temperatur einer Quelle sei; er ist indefs nicht all-gemein gültig, denn Münster am Stein und Nauheim ha-ben die schwächsten Soolquellen.
Leichter schpn ist es einzusehen, und gewifs wohlauch von der Temperatur-Erhöhung der Salzquellen ver-schieden ist der Grund von der fast immer etwas erhöh-ten Temperatur vieler Sauerbrunnen, auf welche L. vonBuch neuerlich die Aufmerksamkeit gelenkt hat. Bei-spiele von auffallend kalten Quellen haben L. v. Buchund Erinan ebenfalls angeführt; ich selbst habe derglei-chen mehrfach in Italien, und besonders im Thale desTeverone beiSubiaco beobachtet, doch scheinen dieBedingungen des Entstehens derselben weniger allgemei-ner Natur zu seyn, sondern mehr lokaler und beschränk-ter Beschaffenheit, als die erwärmenden Eiuilüsse.
Ueberhaupt aber wirken auf die Verwirrung derhier dargestellten gesctzinäfsigen Verhältnisse nicht seltenstörende Umstände; denn die Tiefe der Schicht, in wel-cher der Erdboden die mittlere Temperatur der Atmo-sphäre konstant annimmt, ist in verschiedenen Gegenden,theils nach dem Charakter des Klima’s, theils nach derBeschaffenheit«des Bodens selbst sehr verschieden, undeben so können in Gebirgsgegenden sehr leicht Bei-spiele von auffallend kalten Quellen Vorkommen, wenndieselben ihre Zuflüsse durch offene Klüfte aus hohenkalten Gegenden hernehmen, oder wenn während ihresLaufes ein Theil ihrer Wärme durch Verdunstung ver-