Gleichförmige und abwechselnde Quellen. 531
schluckt wird. Es liegt indefs hier nicht im Zwecke,auf das Detail dieser Umstände näher eingehen zu wol-len. Sie finden sich u. a. sehr vollkommen auseinander-gesetzt in L. F. Kämtz Lehrbuch der Meteorologie £d.II, S. 187 u. ff.
In Beziehung auf die Eigenthümlichkeiten im Laufeder Quellen, wollen wir diesen Betrachtungen nur nochwenige Erläuterungen zum Schlüsse dieses Abschnittesbeifügen. — Es ist bekannt, dafs die meisten Quellendas ganze Jahr hindurch Wasser geben, und dafs dieje-nigen unter ihnen, welche aus gröfseren Tiefen hervor-treten, in ihrer Wassermenge eben so wenig wie in ih-rer Temperatur eine Schwankung zeigen. Diese, mit-hin die gewöhnlichste und unstreitig am meisten nor-male Art von Quellen, können wir nach dem VorgängeOtto’s mit der Benennung der gleichförmigen aus-zeichnen.
Indefs giebt es von dieser Regel mehrfache Aus-nahmen. Sehr viele Quellen flicfsen in verschiedenenJahreszeiten mit verschiedener Stärke, im Herbst, imFrühjahre, wo in unseren Klimaten gröfsere Regenmen-gen aus der Atmosphäre niederfallen, oder kurz nachher,schwellen sie an; im Sommer und Winter dagegen, wodie Zuflüsse spärlicher ausfallen, nehmen sie ab, undzwar nach Maafsgabe der jedesmal in verschiedenen Jah-ren eintretenden Stärke dieser Erscheinungen, und wirnennen deshalb diese Quellen mit Recht periodischeoder abwechselnde.
Eine andere Klasse von Quellen hat die Eigenthüm-lichkeit, zu gewissen Zeiten des Tages oder des Jahresbisweilen regelinäfsig mit dem Fliefsen aufzuhören, dannaber wiederzukehren und in bestimmten Zeiträumen mit
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