Beispiele davon.
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Verhalten zweier der gröfsesten Stromgebiete der Erde,des St. Lorenz und des Missisippi dar. Ersterelnimmt seinen Ursprung aus der Kette der grofsen Seenvon Kanada; der letztere aber entspringt mit vielenseiner Hauptquellen an dem südlichen Rande derselben.Dorthin versetzte daher auch schon Buache, von sei-nem Systeme abweichend, den Hauptgebirgsknoten Nord-amerikas. In Gegenden von 3- bis 400 Fufs Meeres-erhebung entspringt daselbst einer der Hauptflüsse desMissisippi, der Illinois, einem der kanadischen Seen,dem Michigan, so nahe und von ihm so wenig durcheine Erhebung des Bodens geschieden, dafs man zur Re-genzeit auf Böten aus . einem in den andern überschif-fen kann *).
•Von dieser Erscheinung kommen indefs auch inanderen Gegenden merkwürdige Beispiele vor, z. B. inSüdamerika, wo bei einer Ueberschwemmung, nach Hum-boldt’s Zeugnisse, an der Küste von Ghoco eine Ver-bindung der Südsee mit dem atlantischen Meere (durchdie sogenannte Raspadura) bewirkt, und durchkünstliche Erweiterung eine - Zeitlang; erhalten wordenist **),■ vielleicht auch noch gegenwärtig besteht. Ebenso ist es wahrscheinlich, dafs der Niger in Afrika zurnassen Jahreszeit mit dem südwestlichen Arm des Nil’s(dem weifsen) in Verbindung tritt, und dann vielleichteine der Ursachen seiner Ueberschwemmungen wird.Aehnlicher Beispiele, die besonders in der Nähe der Mün-dungen der Ströme, wo zuletzt der geringe Fall dersel-ben, auch die Wirkungen der Spülung minder scharfund charakteristisch eintreten, nicht zu gedenken.
Um indefs das Verhältnifs der Trennung der Strom-
*) Drake Picture of Cincinnati 1815, p. 222.
Humb. relal. hist. V, 183.
**) Humb. relat. hist. VIII. 109.