556 Gebirge, durchbrochen von Flüssen;
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gebiete zu der Vertheilung der Unebenheiten auf derErdoberfläche vollständig aufzufassen, ist es nöthig, nochauf zwei andere mehr oder minder häufig vorkommendeErscheinungen aufmerksam zu seyn, deren Beachtungfrüher gleich der der vorerwähnten Thatsachen vernach-lässigt worden ist.
1) Wir bemerken, wenn auch schon derLauf und die Gröfse der Unebenheit von derLage der Wasserscheiden und von der Stufeihrer Bedeutung unabhängig ist, dai’s zuwei-len die Flüsse sich in ihrem Laufe so wenignach ihnen richten, dafs sie sic geradezu, oftin der Gegend ihrer gröfsesten Erhebungdurchschneiden.
Dieser Fall kommt fast bei allen gröfseren Strömender Erde, und bei einigen sogar mehrmals nach einan-der vor, und fast giebt es auch keine bedeutendere Ge-birgskette, welche nicht irgendwo einmal quer auf ihrerStreichungslinie durchschnitten würde.
So wird selbst die mächtigste Kette der Erde, dasHimalaya-Gebirge, von dem Nebenbuhler des Gan-ges, dem Burainputer, quer durchbrochen, und abge-sehen von den engen Durchbrüchen, die wir in den Päs-sen der höheren Gebirge bemerken, treten fast alleStröme, welche die Alpen verlassen, aus solchen Quer-rissen hervor, welche man in vielen Gegenden mit demNamen der Pforten belegt. So durchbricht die Rhone,wo sie die Alpen verläfst, eine ihrer höchsten Gebirgs-ketten, bevor sie in die Ebene des Genfer-Sees sichausbreitet; zwischen dem Dent de Midi und demDent de Mordes, die sich bis zu 8000 Fufs wenig-stens über ihr Niveau erheben, bahnt sie sich ihren Wegin einer engen Schlucht, von Marti nach nach St. Mau-rice, durch die Pforte des Wallis; so auf dem entge-gengesetzten Abhange die Etsch bei Chiusa und Ro-veredo. So tritt der Inn aus einer engen Schlucht