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Physikalische Geographie : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin in den Jahren 1834 und 1835 / von Friedrich Hoffmann
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Beispiele davon.

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zwischen Kufstein und Rosenheim, und die Sal-zach und die Saale durchbrechen oberhalb Salzburgin den Engpässen von Golling und Lofer die Ketteder Yor-Alpen, die zwischen ihnen mit dem Scheitel desWatzmann bis zu 8000 F. ansteigt.

Kein Land in Europa soll, so weit wir davon wis-sen, der Durchbrüche von Flüssen durch ansehnliche Berg-ketten so viele besitzen, als Spanien; Ritter be-merkt*), dafs deshalb, und weil dort überdiefs die Ein-theilung des Landes in Provinzen nach den Wasserschei-den gewählt ist, unsere Karlen in der Regel dort daswidernatürlichste Bild von dem Laufe der Gebirgskettengeben; denn die Wasserscheiden liegen dort meist inHochebenen, von denen Gebirgsarme auslaufen.

Auch in Deutschland haben wir Fälle genug vondieser für die Hydrographie so überaus wichtigen Er-scheinung; das Erzgebirge ist quer auf seiner Streichungs-linie, wo es durch die oberlausilzischen Gebirge mit demRiesengebirge zusammenhängt, von T et sehen her bisin die Gegend von Pirna, von der Elbe durchbrochen,in dem Haupttheile jener schönen felsenreichen Gebirgs-Landschaft, welche wir gewöhnlich die sächsische Schweiznennen.

Die Weser durchbricht, bevor sie in die grofseEbene tritt, eine scharfgezogene Hügelkette von 6- bis800 F. Höhe bei Minden in der porta westphalica,und die Ems durchbricht, wenngleich in einem kleine-ren Maafsstabe, die Fortsetzung einer dieser parallelenGebirgskette bei Rheine.

Nirgend kann man sich in unserer Nähe ausgezeich-neter von den Erscheinungen des Durchbruches einerBergkette unterrichten, als an der Felsenkluft der Rofs-trappe, durch welche die Bode den steil aufsteigen-den Nordrand des Harzes verläfst. ,

*) Erdkunde 2te Ausg. I, p. 70.