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Oberer Lauf der Flüsse.
welche mit unserer Vorstellung von der Bildung derThälcr, sie sey welche sie wolle, sehr schwer verein- |bar ist, bei den aus Querthälern hervortretenden Strö-men fast allgemein dieselbe ist *). So stürzt die Reufs,an welcher die Gotthardstrafse hinaufführt, über dreisolche Stufen (Hospiz, Ursern- und Krachen-Thal),welche zusammen 4400 F. betragen, ins Thal des Vier- :waldstädter Sees hinab, der Tessin mit zwei Stu-fen (3600 Fufs) in den Lago maggiore, die Aar miteben so viel (Grimselspital, Guttannen) ins Hasli-Thal u. s. w.
Die Beobachtungen von Pasumot **) ferner undvon Charpentier ***) beweisen, dafs das Verhaltender Bergströme oder Gave’s in den Pyrenäen ganz das-selbe sey; dort giebt es wegen der geringen Breite desGebirges mit höchst unbedeutenden Ausnahmen keine wei-ten Längenthäler, wie in den Alpen, .alle Bäche auf derNordseite wenigstens stürzen in Schluchten quer auf ih-rer Richtung herab, und bestehen aus einer Folge vonErweiterungen (bassins), in denen sie gleichförmig undoft selbst langsam fliefsen, und Zusammenschnürungen,die sehr plötzlich eintreten, und in welche sie stürzen.Charpentier f) giebt an solchen Stellen Kaskadenan, welche 6- bis 800 F. senkrechte Höhe haben, undPasumot ff) zeigt, dafs selbst in gewöhnlichem Falledie Gaves (wie die von Bas tan), den ungeheuren Fallvon 6 Zoll auf die Toise, also 1 Zoll auf 1 Fufs fff)haben, wobei immer noch hier und da kleine Abstürze
*) Bau der Erde I, 37.
**) Voy. phys. dans les Pyrenees en 1788 et 89. Paris, an V.p. 151 sq.
***) Essai 1823, p. 18 sq.f) Essai p. 29.ff) Voy. p. 153.
fff) Ritter’s Erdkunde 2te Aufl. I, 81.