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Mittlerer Lauf der Flüsse;
ler gröfseren Ströme ergeben hat, sehr gering; doch fehltes in dieser Beziehung noch sehr an genaueren Messun-gen, und wir erhalten in der Regel nur einigermafsenzuverlässige Resultate durch Vergleichung der Höhe derOrte über dem Meere, welche an einem Strome in grö-i'sercn Abständen liegen, und durch Vertheilung der ge-fundenen Differenz auf irgend eine Einheit (etwa eineMeile), wobei dann der Fehler nur gering ausfallen kann.Früher, als man sich zur Bestimmung solcher Verhält-nisse nur der Schätzung bediente, kam inan auf sehrabenteuerliche Resultate, und schrieb den Quellen Hö-hen zu, die auf der Erde gar nicht Vorkommen *).
Einige der genaueren Resultate an bekannteren Strö-men sind folgende:
Die Donau z. R. fällt, nach Memmingcr’s An-gaben **), in ihrem obersten Theile bei Siegmarin-gen auf jede Stunde Weges etwa 26,7 F.; weiter un-terhalb bei Ulm dagegen nur 17,9 Fufs. Von Ingol-stadt bis Regensburg, auf einer Strecke von etwa 16Stunden, beträgt ihr Fall dagegen nach Heinrich***)110 F., alsp nur 7 F. auf die Stunde; und von Wienbis Ofen, eine Entfernung von etwa 70 Stunden Lauf,nur 77 F., d. h. also kaum mehr als 1 Fufs auf dieStunde, das Minimum etwa, was sie- in ihrem mittlerenLauf erreichen mag. Ueberhaupt fällt dieser Strom vonseiner Quelle bis zum Meere im Ganzen 1933 F., unddavon kommen allein auf die ersten 100 Meilen, bisPresburg, schon 1700 F., während die anderen 233 F.auf die unteren Theile derselben verlheilt werden müs-sen, die doch volle zwei Drittel der ersteren betragen.Und doch gehört die Donau zu den Strömen, die fast
*) Otto Hydrograph, p. 155 (Kühn).
**) Würtemberg p. 163.
***) Monatl. Korrespond. XXV, p. 368.