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Mittlerer Lauf der Flüsse;
tritt, sind, wie die Beobachtungen der französischen Na-turforscher erweisen, in der Thal auch nichts Anderesals solche Stromschnellen *), die seinen Eintritt in denunteren Theil seines Laufes andeuten **). So ist esferner mit der Rhone, die, nachdem sie durch einemerkwürdig enge Spalte unter Genf ihren oberen Laufverlassen hat, nun noch einmal unter Lion, bei Pierreeil eise, über Granitfelsen stürzt.
Wo sich übrigehs Flüsse sehr ausgewirkt haben,da durchschnciden sie die Verengerungen ihrer Betten,auch selbst oft schon ohne einen stufenförmigen Absatzzu zeigen, den sie weggewaschen haben. Diefs ist z. B.der Fall mit der Weser in der Porta westphalica,wo nur ein sehr niedriger Wasserstand noch zuweileneinen Absatz im Laufe des Flusses hervortreten läfst;so mit den in kleinem Maafsstabe sehr deutlichen En-gen, welche die alten Seebecken der Unstrut bei Hel-drungen und bei Memmleben einschliefsen.
Gerade das Gegenlheil aber davon zeigt sich innoch nicht entwickelten Stromgebieten, in welchen dieaneinanderhängenden Seereihen noch mit Wasser erfülltsind, weil die Tiefe und Breite der verbindenden Strömenoch nicht so weit vergröfsert ward, um ihnen den Ab-flufs zu gestatten. Das gröfseste Beispiel davon giebtder St. Lorenzstrom mit den fünf an ihm hängendenSeen von Canada, und cs ist gewifs sehr interessant,dafs der Spiegel dieser Seen sich noch successiv ernie-drigt, und also, wie Ritter bemerkt, hier die Strombil-dung deutliche Fortschritte macht. Aehnliche Beispielegeben in Europa der Ladoga-, Onega- und Saima-
*) Erdkunde 2te Aufl. I, p. 687.
**) Ihre Gröfse ist sehr übertrieben worden; eine der llaupt-katarakten hat nach Bclzoni 30 Fufs Länge nnd 15° Neigung.Nach Browne sind cs bei niederem Wasser drei Absätze zu 30F. Länge und 7 bis 8 F. Höhe, bei hohem Wasser schiffbar.