Dclta’s der Zuflüsse.
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mündung des Rio Apure und des Rio Arauea inden Orinoco, am Rio Branco *), wo ersieh in denRio Negro ergiefst, und am Japura oder Caquela,einem Nebenflüsse des Amazonen ström es.
An diesem letzteren wies er auch einen merkwür-digen Fall von der Veränderlichkeit, in den Annen desDelta nach, wie sie als charakteristisch für den unterenLauf der Ströme beim Nil und beim Ganges hervortre-ten. So wie dort das Meer in die Stellen (Zweige) desDeltarandes eingedrmigen war, aus welchen sich dieFlufsmündungen zurückgezogen hatten, so hier der dasMeer vertretende Hauptstrom; dadurch aber ist ein et-was verschiedenes Verhältuifs entstanden. Der Haupt-ström giebt dort dem Nebeustrome mehrere Arme, diein ihn hineinlliefsen **), und nun wieder mit demselbenvereinigt in den Hauptstrom zurückkehren.
Alex. v. Humboldt ve:Vudet diese Angaben miteiner sehr lehrreichen Betrachtung über die Art der Ver-ästelung der Flufsbctlen überhaupt, welche von dersel-ben oben entwickelten Ursache herrührend, dennochin so verschiedenartigen Formen auftreten. Thcilt sichnämlich ein Strom im Innern des Landes entfernter vomMeere in zwei Aeste, so kehrt gewöhnlich der abgeson-derte Zweig in einiger Erstreckung wieder zum Haupt-Hufs zurück, und dann ist cs oft nur eine der gewöhn-lichen Inselbildungen in Strömen, die w:r schon bei derBildung der Serpentinen erwähnt haben. Erlaubt dage-gen die Gestalt die Oberfläche eine weitere Entfernungdes neu entstandenen Zweiges, so kann es geschehen,dafs er endlich nicht wieder zu seinem Hauptstrom zu-rückkehrt, und dann ergiefst er sich entweder in ein be-nachbartes Stromgebiet und bildet das Phänomen der
*) Kelat. hist. VIII, 102.
**) Relat. hist. F//(, 439.