Flufs wasser.
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Welt sind. — In Europa, Afrika und Amerika istdiese Erscheinung weniger vollkommen ausgebildet. DerRhein und die Maas geben in unserer Nähe vielleichtnoch das beste Beispiel; auch Dniepr und Bug,recht schön aber das aus unzähligen Verwickelungen derDelta mehrerer Ströme, des Po, der Etsch, der Brentaetc. gebildete und fortwährend mehr und mehr in dasMeer dringende Vorland der venezianischen Küste. InAmerika giebt unstreitig von einer solchen Erscheinungder Rio de la Plata, bei dem indefs ein negativesDelta die Vereinigung zweier mächtigen Ströme aufnimmt,das grofsartigste»Beispiel. Alex. v. Humboldt unter-scheidet bei der ausführlicheren Betrachtung dieser Ver-hältnisse drei verschiedene Arten der Delta-Bildung:
1) Oceanische Delta’s, die häufigsten von allen;
2) Delta’s in Binnenmeeren, wie das des Gihon,der Wolga, der Weichsel, des Nil u. s. w.; und
3) Delta’s der Zuflüsse, die unbedeutendsten vonallen.
2) Von dem Wasser in den Flußbetten.
Die Beschaffenheit des Flufswassers ist viel einfa-cher und daher viel kürzer zu charakterisiren, als dasWasser der Quellen. Während wir das Quellwasseroft sehr reichlich erfüllt fanden mit den chemisch aufge-lösten Bestandtheilen der Gebirgsarten, durch deren Spal-ten sie austreten, so hat das Flufswasser dagegen aufseinem weiteren Laufe mannichfache Gelegenheit sich derStoffe zu entledigen, die es von den Quellen empfängt.Der kohlensaure Kalk, den so viele der nicht einmal vor-zugsweise so genannten Mineralquellen enthalten, trenntsich durch längere Berührung des Wassers an der Ober-fläche mit der Luft, und er scheint die meisten der an-deren mit aufgelösten erdigen Stoffe vielleicht mecha-nisch mit niederzuschlagen, da die Flüsse, sobald sie dieNatur der fliefsenden Quellen (Gebirgsbäche) verloren