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Physikalische Geographie : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin in den Jahren 1834 und 1835 / von Friedrich Hoffmann
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Flufswasscr,

an den Seiten seines Bettes, sich ein selbst bereitetesErdreich auf. Merkwürdig grofs sind die Beweise vonKraft, welche häufig auf diese Weise von den Gebirgs-strömen abgelegt werden; die Bode bei Thale z. B.wälzt Granitblöcke aus dem Gebirge hervor, die zuwei-len mehr als 6 F. Durchmesser haben. Indefs indem erfortwährend neue den vorher liegen gebliebenen Brockenhinzufügt, werden die alten mehr und mehr der Zerstö-rung selbst überliefert; die kleineren Brocken, die erweiter zu tragen im Stande ist, gleiten fortwährend überdie gröfseren hin und schleifen sie ab, wie man künst-lich Steine auf ähnliche Weise verkleinert und in belie-bige Formen bringt, und häufig noch w r erden sie in die-ser Arbeit durch die auflösende Kraft des Wassers selbstunterstützt. So werden die Ecken derselben verrundet,und so wird die Charaktergestalt aller Flufskiesel gebil-det. Mehr und mehr zerkleinert können sie dem An-drange des Wassers leichter folgen, und vermehren dieMenge des Materials, das der Flufs weiter unterhalb mitsich hinabführt. Kleiner und kleiner zerrieben verwan-delt der Flufs sie in Grand, und wenn er im mittlerenTheile seines Laufes nun immer mehr an Schnellig-keit verliert, so läfst er diesen dort fallen, bereitetsich ein Bette aus ihm, und arbeitet an ihm vorbei-streifend ferner nur noch ihn zu Sand umzuwandelnund in dieser Gestalt wieder mit sich zu nehmen, wasals Grand stets von oben ersetzt wird; unterhalb endlich,im unteren Laufe bleibt nur noch der Sand liegen, undin der Mündung des Stromes ist es der feinste (Trieb-sand), den er mitbringt, während der Schlick noch weitin das Meer geführt wird, und endlich vom Wellenschlagan die Ufer getrieben, dort das gewöhnlichste Materialzur Bildung neuen Landes abgiebt.

So einfach und naturgemäfs auch diese Ansicht vonder Beschaffenheit und Entstehung der Stoffe, welchedas Flufswasser mit sich führt, zu seyn scheint, so ist

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