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Physikalische Geographie : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin in den Jahren 1834 und 1835 / von Friedrich Hoffmann
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610 Gerolle, von Flüssen zerkleinert.

Krümmung bei Basel in seinen mittleren Lauf tritt, ist,wie wir oben angeführt haben, sein Fall mehr als dop-pelt so grofs, als im unteren Tlieile des grofsen Scebek-kens, in dessen Mitte sich sein geschlängelter Lauf bisin die Gegend von Mainz erstreckt. Während er dieKiesel aus den Alpen in dem grofsen Klärungshafen desBodensees fallen läfst, bringt er dagegen nach Basel nurGebirgsbrocken des Jura und von den Abhängen desSchwarzwaldes; dort läfst er mächtige Gerölllager liegen.Unterhalb aber bei Strafsburg und Mannheim führt er tnur Grand, und bei Worms schon ist es Flufssand, wel-cher nach Wiebeking’s Zeugnifs immer feiner undfeiner wird, je mehr man sich der Mainmündung nähert.Der Main endlich, welcher mit stärkerem Fall {liefst,bringt wieder Grand in ihn, und sobald er unterhalbBingen ins Gebirge tritt, kehren auch grobe Flufskieselwieder, welche theils der Hauptstrom selbst von denWänden der benachbarten Berge abtrennt, theils ihm vonden bedeutenderen Zuflüssen zugeführt werden. Mankann unter diesen Kieseln an der Gebirgsart, welchersie angehören, ferner sehr wohl unterscheiden, welcherdieser Flüsse sie gebracht hat, und eben darum kannman auch sehen, dafs der Rhein sie zerkleinert und mitsich führt. Alles was die Mosel, die Ahr, und die Siegz. B. als reifsende Gebirgsströme besonders bei hohenFluthen mitbringen, ist grob und eckig, und fällt sogleichim Rheine zu Boden, sobald ,cs aus ihrer Mündung her-vorgestofsen worden; bald indefs findet man dieselbenGesteine völlig verrundet und klein auch im Bette desRheines weit unterhalb; der Ahr-Kiesel bei Bonn z. B.ist schon viel kleiner und gefälliger geformt, als beiLinz *), und der Sieg-Kiesel bei Mühlheim endlich istnicht mehr so eckig und unförmlich, als an der Siegmün-dung. Bei Wesel führt der Strom nur noch Grand, und

) Wicbeking 1, 94.