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Periodisches Ansehwelleu
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net, und die man daher mit einer besonders für unserenZweck passenden Bezeichnung die trockene und die nassezu nennen pflegt.
Dieses merkwürdige Verliältnifs mufs natürlich auchin dem Stande der l’liisse jener Länder sich auf eineentsprechende W eise wiederspiegeln, und die Phänomenedes hohen und niederen Standes der Wassermasse hal-ten daher hier einen periodischen, regelmäfsig wiederkeh-renden Verlauf, und sie werden nun mit allen den Ein-flüssen, welche die Vermehrung oder Verminderung desWassers der Flüsse auf die Kultur eines Landes hat, einGegenstand grofser Beachtung und Wichtigkeit für ihre An-wohner. Eben deshalb wird auch in diesen Theilen derErde das jährliche Austreten der Flüsse ein mit besonde-rer Aufmerksamkeit zu betrachtendes, mit einem regelmäfsi-gen Verlauf und mit nahe sich gleich bleibender Höheregelmäfsig zu denselben Zeiten wiederkehrendes Phäno-men, und tritt aus der Reihe der zufälligen in die dergesetzmäfsigen Ereignisse über, welche bei den Flüssensolcher Länder allgemein und in den nach ihrer gegen-seitigen Lage durch Vertheilung des Wechsels der Jah-reszeiten bedingten Zeiträumen eintreten.
Es haben daher auch alle Flüsse der Tropenländerder ihnen nahe liegenden Erdstriche ihre mehr oder min-der regelmäfsigen, periodisch wiederkehrenden Uebertritts-Epochen. Der Ganges und Indus, die mächtigstenStröme Hinterindiens, vor allen der Pegu-Strom (Ira-w'addi), bedecken alljährlich einmal kürzere oder län-gere Zeit hindurch, besonders in der Nähe ihrer Mündun-gen, die benachbarten Landstriche, der Euphrat und Ti-gris setzen jährlich einmal ihr Mesopotamien unter Was-ser, und geben diesem Lande die schon von den Altengerühmte Fruchtbarkeit. Die grofsen Ströme von Chinaüberschwemmen regelmäfsig alle Jahre das von ihnendurchströmte und schon früher betrachtete Tiefland, undmachen es geeignet zum Anbau des Reis, der allgemeinen