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1 (1846) Allgemeine Einleitung. Pyrenäische Halbinsel. Frankreich, Britisches Reich, Holland und Belgien / [L.G. Blanc]
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Allgemeine Einleitung.

den Ballon vollkommen erfüllt, ihn aber unfehlbar zerspremgen würde, wäre er gleich anfangs ganz gefüllt worden. Weilaber auch so noch diese Gefahr vorhanden ist, so bringt manoben an dem Ballon ein Ventil oder eine Klappe an, welche, durcheine Feder zugehalten, durch eine in die Gondel reichende Schnurvon dem Luftschiffer geöffnet werden kann, wenn er steht,daß der Ball sich zu stark ausdehnt. Auch ist das Oeffnender Klappe ein Mittel, wodurch er sich nach Belieben wiederherablassen kann. Um aber auch das Steigen mehr in seinerGewalt zu haben, nimmt der Luftschiffer Ballast mit, welcherin mehreren mit Sand gefüllten Säcken bestehta so wie er einenderselben ausschüttet, wird das Ganze leichter und der Ballsteigt wieder. Bei dieser Einrichtung des Luftballs ist das Her-absteigen und Landen beinahe die einzige Schwierigkeit und Ge-fahr. Daß der Ballon sich nicht in einen See, auf einen dich-ten Wald u. s. w. senke, dies verhindert der Luftschiffer durchneues Auswerfen von Ballast, um dem Ball Zeit zu geben,vom Winde weiter getrieben zu werden. Damit aber die Gon-del beim Landen nicht etwa mit Gewalt auf den Boden stoße,wirft man vorher einen an einem langen Stricke befindlichenAnker aus; hat dieser gefaßt oder ist er von herbeieilenden Men-schen ergriffen worden, so wird nun der Ball langsam zur Erdegezogen, festgehalten und völlig geleert. Um endlich gegen jedenmöglichen Unfall gesichert zu sein, nimmt man gewöhnlich einenFallschirm mit, ein Instrument, welches einige Aehnlichkellmit einem gewöhnlichen Schirme hat, nur daß es wohl 20 Fußim Durchmesser halten muß, um einen Menschen langsam zurErde zu tragen, und daß von den Rändern des Schirms sichStricke in' einen gemeinschaftlichen Mittelpunkt vereinigen, inwelchem der Mensch seinen Platz nimmt. Schon im Jahre 178gmachte Blanchard damit glückliche Versuche zu London.Resultate der vermittelst des Luftballons in großen Höhen an-zustellenden Versuche haben bis jetzt noch kcinesweges den Erwar-tungen entsprochen. Die nothwendige Aufmerksamkeit auf de»Ballon selbst und die große Kälte, die man in den höheresRegionen der Atmosphäre empfindet, haben bis jetzt die wEgen wissenschaftlichen Luftschiffer an zahlreichen Versuchen undBeobachtungen gehindert. Auch im Kriege, wo man sich an-fänglich viel von dem Gebrauche des Luftballs zur Beobachtungder Feinde versprach, hat er wenig geleistet, weil er ein un-sicheres Spiel der Winde ist , und bis jetzt die Kunst, ihn nawGefallen zu lenken,- noch nicht gefunden worden ist. Denno«)bietet er das einzige Mittel dar, um von der Beschaffen!)^der Luftschichten in großen Höhen und fern von Gebirgen Ken>uniß zu erlangen.