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1 (1846) Allgemeine Einleitung. Pyrenäische Halbinsel. Frankreich, Britisches Reich, Holland und Belgien / [L.G. Blanc]
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86 Allgemeine Einleitung.

um so mehr, je rauher sein« Oberfläche ist. Wie stark sichalso ein Körper abkühlt oder erwärmt, wird davon abhängen,ob er mehr oder weniger ausstrahlt, als er von andern enupfängt. Aus diesen Sätzen der Naturlehre ergiebt sich, daßdie Wärme irgend eines Körpers stets von jenen beiden Artender Mittheilung der Wärme, der Leitung und der Strahlung,zugleich bedingt wird; nur müssen wir noch hinzufügen, daßeine und dieselbe Wärmemenge verschiedenartige Körper nichtauf gleiche Temperatur, die am Thermometer gemessen wird,bringt, denn wenn wir z. B. mit derselben Flamme t PfundWasser um 10" erwärmen, so finden wir, daß > Pfund Krei-de, eben so lange darüber erhitzt, 40-, 1 Pfund Eisen sogarWo wärmer wird.

Dies setzt uns in den Stand, die Erscheinungen, welchedie Luftwärme zeigt, zu verstehen. Die wichtigste und a>"Meisten in die Augen springende Quelle derselben ist die Sonne-Die Wärmcstrahlen, welche wir von derselben erhalten, gelassgen größtentheils, weil die Atmosphäre wenig absorbirt, be>heiterm Wetter zur Erdoberfläche und erwärmen hier die feste"und flüssigen Körper in ihren obersten Schichten, während ei"Theil der Strahlen zurückgeworfen wird; diese erwärmten Schich-ten theilen ihre Wärme der darauf ruhenden Luftschicht irnsSo lange nun die Sonne am Himmel bis zur Mittagszeit irN-mer höher steigt, erhält die Erde immer mehr Wärme, die Tem-peratur der Luft steigt also und erreicht ihre größte Höhe (d^Maxim um) kurze Zeit nach dem höchsten Stande der Sonne-Sinkt die Sonne wieder, so fallen ihre Strahlen immer schief^auf die Erde, die Erwärmung nimmt ab und das Thermome-ter sinkt. Nach Untergang der Sonne empfängt die Erde keiMWärme mehr von ihr, sondern strahlt nun die ganze Nacht hin-durch Wärme aus; deßhalb nimmt die Wärme der Lust stet'gab, bis sie kurz vor Sonnenaufgang am folgenden Tage ih^niedrigsten Stand (oder ihr Minimum) erreicht. Diese Es'scheinung wiederholt sich an jedem Tage, daher der Name tag'liche Periode der Wärmeänderung. Um sich aber von die!seine genauere Uebersicht zu verschaffen, beobachtet man das Tlsssmometer in kleinen Zeitabschnitten, von Stunde zu St""etwa; addirt man nun die 24 Beobachtungen, die man "einem Tage gemacht, und dividirt die Summe mit 24, so shalt man die mittlere Temperatur dieses Tages oder Mjenige, welche der Tag gehabt haben würde, wenn das T'ssmometer einen unveränderten Stand behalten hatte. Dies V -fahren ist offenbar höchst mühsam, und man hat daher " -ein Auskunftsmittel gesonnen, aus wenigen BeobachtungenMittel (Medium) der Wärme zu erhalten. Dies geschn^nun entweder so, daß man das Mittel aus z. B. nur 3