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1 (1846) Allgemeine Einleitung. Pyrenäische Halbinsel. Frankreich, Britisches Reich, Holland und Belgien / [L.G. Blanc]
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Allgemeine Einleitung. 87

^chen Beobachtungen nimmt und die erhaltene Zahl verbessertlauf wahre Temperatur reducirt), indem man sieht, wieviellenes Mittel an einem Orte, wo Tag und Nacht Jahre langWärme aufgezeichnet worden, von dem Mittel aus allenA Stunden abweicht;— oder man wählt solche Stunden zurBeobachtung (wie z. B. 6 Uhr Morgens, 2 Uhr Nachmittags^Nd 10 Uhr Abends, oder 9 — 10 Uhr Morgens und 9—10 UhrAbends), welche ein Mittel liefern, das sich nie erheblich vomwahren 21stündigen entfernt. Auch erhält man ein solches schon,^enn man die größte und kleinste Wärme (die Extreme) andchem Tage, etwa mittelst des Thermometrographen (s. S. 75),^Mmt; zeigt dieser z. B. an einem Tage den höchsten Stand?Ut 24°, den niedrigsten mit 18», so ist das Mittel des Tagesllhr nahe gleich der Hälfte von 24 -i- 18 oder — 2l». OderöE>gt das Thermometer Morgens 6 Uhr 2,»3; um 2 Uhr 5,»6um 10 Uhr Abends 3,»5, so ist das Mittel des Tages^ssich einem Drittel von 2,3 -i- 5,6 -l- 3,5 oder — 3,»8, undMes Mittel entfernt sich meist nicht um »s«, Grad von demMedium aus 24 Beobachtungen an dem Tage. — Ganz auf^eselbe Weise berechnet man die Mittel der Monate undJahres, indem man nur die Mittel der Tage addirtUnd die Summe durch die Zahl der Tage dividirt.

Vergleicht man die Mittel aller Tage oder Monate im JahreUntereinander, so findet man, daß bei uns die niedrigste Wärmen die Mitte des Januars fällt und daß dieser Monat unter allensEr kälteste ist; dann steigt die Temperatur allmälig, besonders^nell im Mai, bis sie gegen Ende des Juli ihre größte HöheDeicht; her Juli ist daher der wärmste Monat; von da ab?Nimt sie wiedtr, anfänglich langsam, später schnell ab, bis sie. ^N geringsten Stand im Januar wieder erreicht. Dieser Gang^ Wärme, ihre sogenannte jährliche Periode, erleidet.-U^ch zahlreiche Umstände mancherlei Unregelmäßigkeiten: so wech-bekanntlich in jedem Monate kalte und warme Lage, ingeschiedenen Jahren sind dieselben Monate ungleich warm u. s. f.;

inr Allgemeinen bewährt sich doch jenes Gesetz als richtig.Innern wir uns, daß unser längster Tag, an welchem die-."värmung der Sonne wegen der länger» Dauer und des höch-Uni Landes' der Sonne im Laufe des Jahres, auf den 21. Juni,§u°.daß der kürzeste Tag, wo die Sonne ganz niedrig über demMlzvm steht, auf den 21. December fällt; so erkennen wir,/bisse größte Wärme im Jahre bald nach dem längsten, diedgß^jgste Wärme bald nach dem kürzesten Tage fällt, undWein also während des Jahres eine nahe Uebereinstimmung

täglichen Wärmegange herrscht. — Da nun Tageslänge

ch »Sonnenhöhe, wie bereits früher erklärt worden, von der"le eines Ortes auf der Erde abhängen und in jedem Jahre