Buch 
1 (1846) Allgemeine Einleitung. Pyrenäische Halbinsel. Frankreich, Britisches Reich, Holland und Belgien / [L.G. Blanc]
Entstehung
Seite
88
JPEG-Download
 

88 Allgemeine Einleitung.

genau dieselben Veränderungen darin vorkommen, so muß jederOrt eine bestimmte mittlere Warme haben und zwar muß die-selbe vorn Aequator, wo die Sonne das ganze Jahr über sichwenig von der senkrechten Stellung entfernt, nach den Polenhin, wo die Sonne am Niedrigsten steht und Monate langgar nicht zum Vorschein kommt, abnehmen: so ist die mittlereTemperatur des Jahres am Aequator -I- 22 « R., in Neapel-st 13«, in Berlin -st 7", auf der Insel Nowaja-Semlja nur ^— 6 ^/ 2 « N. Für viele Betrachtungen reicht es aus, dasJahr in größere Abschnitte zu theilen, als die Monate, unddiese heißen die wahren oder physischen Jahreszeiten. D«die größte Kälte in die Mitte Januars, die größte Wärmenahe in die Mitte Julis fällt, so ist man darin übereingekom-men, diese Abschnitte nicht, wie die astronomischen, deren wirS. 40 gedacht, mit den Aequinvctien und Solstitien zu begin-nen, sondern zum Winter die Monate December, Januar undFebruar, zum Frühling die Monate März, April und Mai/zum Sommer den Juni, Juli und August, und zum Herbstden September, October und November zu rechnen. Die mitt-lern Temperaturen dieser Jahreszeiten werden ebenfalls um stmehr von einander abweichen, je näher ein Ort den Polen liegt,denn um so mehr ändert sich ja im Laufe eines Jahres Tages-länge und Sonnenhöhe. Außer von der Breite ist die Wärrrieder Lust noch abhängig von der Höhe über dem Meere; es isteine bekannte Thatsache, daß es auf hohen Bergen weit käl-ter als in der Ebene unten ist, und Lustschiffer haben nistst ,selten eine erstarrende Kälte in den höchsten Luftschichten ange-troffen. Die Ursache dieser Erfahrung liegt in der Eigenschaftder Lust, von der Wärme, welche die Sonne der Erde zustrahlt,sehr wenig aufzunehmen,, so daß die meisten Wärmestrahlenzum Boden gelangen; dieser strahlt nun lebhaft Wärme au,"und theilt außerdem der auf ihm ruhenden Luftschicht durch Lei-tung Wärme mit; daher sind die unteren, zugleich viel dichte-ren Luftschichten wärmer als die in größeren Höhen, und diesesUnterschied wird noch dadurch gesteigert, daß dünnere Luft meistWärme braucht, um sich um ebensoviel zu erwärmen, als dichtere,und daß die Lust ein schlechter Leiter ist, so daß sich die Wärmevon unten nach oben nur unbedeutend fortpflanzt. Der letztesUmstand würde selbst noch weit beträchtlicher wirken, wenn nichtwarme Luft leichter wäre, als kalte, also in die Höhe stieg^worauf die Luftschiffahrt beruht, und sich mit den oberenSchichten mischte. i

Wenn wir bisher die Sonne allein als die Wärmequell ,angesehen haben, so geschah dies deßhalb, weil ihre Wirkung !am Augenscheinlichsten und Wichtigsten ist. Es giebt indeß no« >andere Ursachen, die dabei mitwirken. Stecken wir ein Thet'

Ntvnie

csreic

ivo-

Punki?Uf d

>°ttpfl

fbacht>rrGerstedie F,

st

V,

selbe

Ut

"gen

LGe.

Mein

A- r

^ als

Ar

Er;

siibij?'

"Äff

Ach

8V