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Allgemeine Einleitung.
hin und her, ehe er jenen regelmäßigen Umlauf (die Dre-hung) durch die Windrose macht.
DaS Uebcrgewicht des südwestlichen Luststroms in dermäßigten Zone giebt sich auch sehr auffallend in der mittle-ren Windrichtung im Jahre kund. Diese ist nämlich rings M>'die ganze Erde eine west südwestliche. Der Gegensatz ^Wärme von Land und Wasser im Sommer und im Winter, de>wir früher kennen gelernt Haben , macht sich auch hierbei geltem/denn z. B. in Europa ist im Winter die Luftströmung mehr st>"'lich, im Sommer mehr nördlich, als im Durchschnitt des Jahres
Außerdem giebt es noch, besonders in den heißen Gccst^den, einige eigenthümliche Winde von mehr oder minder verdst"jlicher Beschaffenheit. An der Westküste von Afrika wehtdem Innern des Landes her, oft mehrere Tage hinter cinandsdein kalter, äußerst trockner Ostwind, der Harmattan, der N'deß der Gesundheit wenig nachtheilig ist. So lange er w/'stist die Atmosphäre in einen dichten Nebel gehüllt, denn er sEäußerst feinen Staub und Sand mit sich, der Alles durchdrinö.Gefährlicher ist ein heftiger, brennend heißer Wind, deraushekInnern, von den großen Sandwüsten Afrikas und Süd-Ast^kommt, und in denselben, in Acgypten, Arabien und Persmoft Menschen und Thieren verderblich wird. Eine brennen-Nöthe der Atmosphäre, eine Verdunkelung des Horizonts kN,digen ihn an; während er weht, ist der Himmel so trübe, ^die Sonne ihren Glanz verliert, und die Thiere werdenruhig. Wegen seiner Hitze und Trockenheit erfolgt eine schuf,.Verdunstung und daher sieht man sich genöthigt, öfter zuken. So erschöpft sich denn zuweilen der Wasservorrath en^Karavane und dies ist die größte Gefahr, welche der ON'bringt. Zu den Mährchen des Orients gehört die Erzähln^,daß, wer ihn cinathmet, entseelt niederstürzt. Um sichden Sand in der Luft zu schützen, wirft man sich mir dem ^ficht gegen die Erde nieder oder verhüllt dasselbe dicht mitchcrn; auch die Thiere senken alsdann den Kopf abwärts nder Gegend, ,woher der Wind kommt. Er führt in versch^nen Gegenden verschiedene Namen: in Aegyptcn wird erChamsin, d. i. 50, weil er besonders in einem Zeitraum50 Tagen weht, genannt; die Araber und Perser nennenSmum, Samum oder Samiel, d. h. heißer oder gÜ ÄWind. Sein schädlicher Einfluß erstreckt sich weit übcr^Grenzen von Afrika hinaus, und wahrscheinlich ist der in Ti-llen und Sicilien oft mehrere Tage lang durch seine ersw §kende Hitze so lästige, wenn auch nicht gefährliche Sirs^.oder Sciroovo nur derselbe, aber durch das Meer gemn^,,Wind. Eben so verhält es sich mit dem im südlichen Spm'zuweilen wehenden Solano.