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piers vergehen ist, die man fest auf einander rollen und auf dieseWeise leicht in der Tasche oder selbst in der Botanisirbüchse zuobigem Zwecke mit sich führen kann.
VII.
Bei dem Trocknen der Pflanzen bedarf es nur eines sehreinfachen Apparates: einiger Bretter, etwas größer als einhalber Bogen Fließpapier, von dem leztcrn einer hin-reichenden Menge, welche sich nach der auf einmal zu trocknen-den Pflanzenmcngc richtet, ferner einzelner Fvlivblätter von ge-wöhnlichem Druckpapier oder Makulatur und einer Vor-richtung zum Trocknen des zwischen den Pflanzen feuchtgewordenen Papiers. Die Pflanzen werden nun so eingelegt,daß man auf eines der Bretter'eine Lage von vier bis acht Bo.gen Fließpapier und auf diese ein einzelnes Blatt Druckpapierbringt; auf dem leztern wird jedesmal die Pflanze so ausgebrei-tet, daß ihre Theile so wenig wie möglich auf einander zu liegenkommen, ohne jedoch zu sehr von ihrer natürlichen Lage undRichtung zu verlieren. Wo es nicht vermieden werden kann,daß mehrere Theile aufeinander zu liegen kommen, da werdenStückchen Druckpapier dazwischen geschoben, um das Zusammen-kleben zu verhindern. Ist so die Pflanze gehörig ausgebreitet —wobei, wie überall, Uebung den Meister macht, auch manche Vor-theile und Handgriffe sich nach und nach von selbst ergeben —so wird unmittelbar auf dieselbe ein zweites Druckpapierblattgelegt, auf dieses wieder eine Lage Fließpapier gebracht und aufdie Weise fortgefahren, daß jede Pflanze unmittelbar zwischenzwei Druckpapicrblatter und sammt diesen zwischen zwei LagenFließpapier zu liegen komme. Zulezt wird obenauf wieder einBrett gelegt, wobei es gut ist, wenn man nicht zu viele Schich-ten zwischen je zwei Bretter bringt, weil sich sonst die Pflanzennicht so gleichmäßig pressen lassen. Sind endlich alle gesammel-ten Pflanzen auf diese Weise eingelegt, so werden sie am bestenmit einem Steine von 20 — 35 Pf. Gew. beschwert. Dadurchwird immer ein gleich starker Druck bezweckt, die Pflanzen blei-ben beim Trocknen gehörig glatt, ohne daß ihre zarteren Theilezerguetscht und unkenntlich werden. Da der Hauptzweck desPfianzentrvcknens darauf hinausgeht, daß man die Theile der