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1 (1834) Allgemeine Botanik I / von Gottl. Wilhelm Bischoff
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36
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Figur, wie man dieses besonders in knotigen Theilen der Pflan-zen antrifft (I'Ix. 39. aus dem Marke des gem. Mi stets; kiz.52., auS dem Marke der Hundsrose; 1^.53., aus dem Boh-nen kern). Ferner erscheint das Rhvmbendvdekaeder äußersthäufig an den beiden Enden abgestuzt, so daß statt der zwei senk-rechten und zwei wagrechten Rautenflächen vier Sechsccksflächenentstehen und nur noch die acht schiefen Rautenflächen bleiben(k'iK. 24.). Das Zellgewebe der höher organisirten krautarti-gen Pflanzen ist gewöhnlich aus solchen abgestuzten Dodekaederngebildet, deren senkrechte Achse der wagrechten gleich oder nurwenig länger als diese ist Mx. 25.), tessul arisches Zell-gewebe. Es gibt aber aexh Fälle, wo die Enden des Dode-kaeders so stark abgestuzt sind, daß die wagrechte Achse größerwird als die senkrechte sk'iK. 27.), wo dann die Zelle scheinbarin die Quere gestreckt ist. Daü aus dieser Modifikation derGrundform gebildete Zellgewebe (k'iA. 26.) wird mauerförmi-ges Zellgewebe genannt; es kommt in verschiedenen saftigenPflanzen, z. B. in der Mitte des Stengels der Balsam ineund in den Mark strahlen der Hölzer vor. Bei allen Modifikationen des abgestuzten Rhombeudodekaeders gibt es aber eintRichtung »Keck (k'. 24. und 27.), nach welcher man bei einemsenkrecht geführten Schnitte Vierecke als Schnittflächen erhält,daher können sich auch hier die Maschen des ganzen Zellgewebesals längliche Vierecke darstellen, bei welchen ebenfalls bald der senk-rechte (I'. 28. und deutlicher k'. 67. an), bald der wagrechteDurchmesser (k'-'Z. 29.) am größten ist. ES tritt die dvdekaedrischeZelle aber auch noch mehr, oft bis zu 20 30 mal des Qucr-durchmcffcrs verlängert auf, wobei jedoch ihre Suden nicht immerverloren gehen, sondern vielmehr sehr häufig stark zugcspizt sind(kiA. 36. u. 40. 49 na; noch mehr gestreckt in k'i». 63., bt>. und

67. ich) und diese Zelleuform ist es, welche man häufig füreine Röhre gehalten und mit dem Namen Saft- oder Bast-röhren belegt hat. Da diese langgestreckten Zellen vorzüglichim Baste und Holz vorkommen, so erhielten sie auch den Na-men Bast- und Holzzellen. Sie sind aber nicht allein denHolzpflanzen eigen, sondern finden sich auch bei vielen krautarngen Pflanzen und die Fäden beim Hanf und Flachs bestehenfast nur aus diesen Zellen. Endlich sehen wir die Zellen,