Buch 
1 (1834) Allgemeine Botanik I / von Gottl. Wilhelm Bischoff
Entstehung
Seite
35
JPEG-Download
 

35

lose

eine

lichte

zclig

lnter

15.)

zani-dungrtigeläßtSei-alleneinermenIngene fürwieDochwnenzuerstver-

(6»v-

char-)flan-lickenchengen,laupt-» Le-ge n-streck-, iml mitver-ldurch

ein flockiges Gewebe bilden. So weit sind uns also wieder dieursprünglichen Zellenfvrmen, welche alle eine runde Schnittflächeauf ihrem Querdurchschnitte zeigen, in ihrer Vereinigung zu ei-ner mehr zusammengescztcn Masse begegnet.

§. b.

Da eine jede aus allseitig sich berührenden Zellen gebildeteMasse, wenn man einen zarten Durchschnitt derselben bei starkerVergrößerung betrachtet, sich wie ein aus Maschen bestehendesGewebe darstellt, so hat eine solche Masse auch den Namen Zell-gewebe erhalten. Weil ferner in den vorgenannten Fällen we-gen der runden Form der Zellen, nur eine lockere Verbindungderselben Statt finden kann, so werden die daraus gebildetenMassen als unvollkommenes Zellgewebe unterschieden.

§. 6 .

Nun gibt es aber auch Fälle, wo die Zellen des Zellgewe-bes so sehr zusammengedrängt sind, daß sie durch den gcgenseiti-tigen Druck ihre runde Form verlieren und eine eckige- Gestaltannehmen müssen. Dieser Druck muß, da jede Zelle überall vonandern Zellen umgeben ist, auch von allen Seiten gleichmäßigStatt finden und die nothwendige Folge davon wird seyn, daß eineregelmäßige eckige Zellensvrm entsteht. Wirklich finden wirhier auch als Grundform das Rautenzwölfflach (Rhvm-bendodekacder), welches, weil durch den Druck die ursprüng-liche Kugclform der Zellen leicht in die ellipsoidische übergeht, inden meisten Fällen als ein in die Länge gezogenes Dode-kaeder (Ik'iA. 23.) auftritt. Dieser mathematische Körperhat das Eigenthümliche, daß er sowohl im Verticalschnitte alsauch im Horizvntalschnitle sechseckige Figuren als Schnittflächenzeigt, und daraus wird es auch erklärlich, warum bei dieser Formdes Zellgewebes auf einem Durchschnitte fast immer sechseckigeMaschen (Schnittflächen der einzelnen Zellen) entstehen. Ganzrein treffen wir jedoch selten diese Grundform im Pflanzenreichean. Eine Zelle wird nämlich bald durch weniger, bald durch mehrals zwölf Zellen eingeschlossen und es entsteht da»» auf derSchnittfläche derselben, statt des normalen Sechsecks, ein Vier-,Fünf-, Sieben- oder Achteck oder auch eine mehr unbestimmte

3 »