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an die Oberfläche der Pflanze gelangen —in jene Stoffe über-gehen.
4) Krystallisirte Stoffe werden im Zellgewebe ziem-lich häufig und von verschiedener Gestalt angetroffen; diese istaber oft wegen der außerordentlichen Kleinheit der Krystalle äu-ßerst schwierig genau zu bestimmen. Die Krystalle kommen ent-weder zerstreut im Zellensaste vor, wie bei Vrani» spevios»(Vi». 35.), wo sie eine prismatische Form haben, oder siesind gleich Bündeln feiner Stäbchen zusammengchauft, aus wel-chen sie sich beim Durchschneiden des Zellgewebes leicht trennenund über die Schnittfläche zerstreuen, z. B. in der fleischigen äu-ßern Schichte der Samenschale des Trauben kerns und in demZellgewebe des Blattes der warzigen Aloe (kig- 44.), wo siespießig oder nadelförmig erscheinen, oder endlich die Kry-stalle sind zu kleinen sternsbrmigcn Drnsen vereinigt, wie in denZellen deS Stengels der hängenden Fackeldistel (kaotn,pvnäulus)—(k'ig. 18, ütch.) und besonders in der gallertigenMasse einer neu entdeckten Alge, des üxstiuius or^stallophorcis,wo sie schon mit unbewaffnetcm Auge zu erkennen sind (kiz.54,a,b, e,); in größter Menge wurden sie jedoch im Mark und inder Rinde des alten Stammes von 6»otus pei-uvianus entdeckt,wo sie, feinen Sandkörnern ähnlich, fast das ganze Zellgewebe er-füllen und aus vierseitigen, an einem Ende zugespizten Prismengebildet werden. Wo kurze Krystalle vorhanden sind, da siehtman deutlich, daß dieselben im Innern der Zellen eingeschlossensind; wo sie aber länger als die Zellen erscheinen, wie bei derAloe und der amerikanischen Agave 19, kbb.), da
ist über ihre wahre Lage schwer zu entscheiden: ob sie nämlichin den Jntercellulargängen liegen, wie Viele behaupten, oder obsie durch mehrere Zellen durchsehen, wie es namentlich in demzulezt genannten Beispiele den Anschein hat, in welchem sie Meye nfür keine Krystalle, sondern nur für krystallsörmige Zellen hält,während er jedesmal eine besondere große Zelle beobachtet habenwill, welche die langen Krystallbündel bei der Aloe einschließt.Bei der Kleinheit dieser Theile, welche keine nähere Untersuchungerlaubt, ist es wohl für jezt unmöglich, mit Bestimmtheit sichüber diese verschiedenen Ansichten ausznsprcchen. Büchner hat. die Krystalle aus dem Zellgewebe der officinellen Mecrzwie-
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