hat ihnen den Namen aecessorische oder Neben theilegegeben. Dahin gehören die Haare, Drüsen und Warzenmit ihren Abänderungen, ferner der Reif, der klebrige Stoffu. si w., welche die Oberfläche mancher Pflanzcnorgane bedecken.Diese Theile haben sehr verschiedene, zum Theil noch nicht ge-hörig erforschte Zwecke, worüber spater ausführlicher gesprochenwerden soll..
Erster Artikel
Bon den E knäh ruugS- oder WachsthumSorganemI. Von der Wurzel.
§. 27 .
Unter Wurzel sind die Theile der Pflanze zu verstehen,welche, wo sie auch entspringen, ei» Streben zeigen, vvm Lichteab in den der Pflanze überhaupt zukommenden Boden einzudrin-gen und sich in demselben zu verlängern, ohne je ihre Spitzenwieder dem Lichte (von freien Stücken) zuzuwenden. Nach dieserBegriffsbestimmultg dürfen wir durchaus nicht, wie dieß meistim gemeinen Leben geschieht, alle Pflanzeniheile, welche siel) unterder Erde befinden, für Wurzeln halten, da sehr vielen der Cha-rakter der Wurzel gar nicht zukommt, wie wir später bei demStamme, der Zwiebel uird den Knollen sehen werden. Ei»wichtiges Merkmal der Wurzel, wodurch sie sich namentlichvon den verschiedenen Formen des Stammes unterscheidet,ist noch, daß man niemals auf derselben Blatter oder dieAndeutungen derselben (etwa durch Schuppen, Narben u. s. w.)findet. Dessen ungeachtet ist die Wurzel im Stande, wenn siezufällig an die Oberfläche der Erde zu liegen kommt, aus denblvßliegenden Stellen Knospen zu treiben, die sich in aufwärts" wachsende Triebe entfalten. Dieß geschieht besonders leicht, wennsolche an der Oberfläche des Bodens hinlaufende Wurzeln vcr-lezt werden, wie man dieß bei Pappeln und Weiden häufig sehenkann. Doch sind solche um die alte Pflanze herum aus der Erdehervorkommenden Schößlinge nicht immer wirkliche Wurzcltricbe,sondern oft nur die über den Boden empordringenden Spitzenvon unterirdischen Aesten des Stammes, welche erst eine Streckeweit unter der Erde fortlaufen,, bevor sie sich in die Höhe rich-ten. Bei der caroli nischen Kelch blume oder dem söge-