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mikroskopischen Bau beruht, so können sie auch erst in dem Ka- diel
pitel von dem innern Bau der Pflanzen ausführlicher betrachtet per
werden, und wir muffen uns vorläufig auf diejenigen Merkmale „er
beschränken, welche sich bei denselben ohne mikroskopische Vcr- imi
größcrung erkennen lassen. zen
Nach der gegebenen Begriffsbestimmung zählen wir zu denNebentheilen, außer den Haaren, Borsten und Stacheln, fe
noch die Drüsen und Warzen, insofern dieselben nicht aus an!
gefäßführcnden Organen, sondern aus der Oberhaut und der von Fa
dieser bedeckten Zellenschichte abzuleiten sind. der
Die Haare erscheinen dem »«bewaffneten Auge, oder bei bei
schwacher Vergrößerung, im Allgemeinen als dünne, fadenförmige zü«
Auswüchse und Anhänge, welche oft nur durch ihre große Menge die
oder durch ihren dichten Stand bemerkbar werden. Wenn sie da- schi
bei gleichsam durcheinander gewirrt die Oberfläche dicht überzie-hen, so entsteht der Filz, bei Wollkräutern; bei längeren, Ue
zarten, dichtstchcnden Haaren erscheint die Pflanze wollig, bei K»
dem deutschen und wolligen Ziest (Ltaoli^s ßsomnnien, der
8t. Innntn); kürzere, sehr dichtstchende und der Oberfläche fest de>
anliegende, glänzende Haare bilden den seidenartigen Ueber« vvi
zug, bei dem Gänsefingerkraut (?ote,>tiila ^rnsevlnn) und b a
dem Alpen-Löwenfuß (^Ivlremilin nijiinn); stehen kurze, un
zarte Haare mehr zerstreut, daß sie oft nur bei schwacher Ner- ehe
größerung deutlich erkannt werden, so stellen sie den Flaum dar, eir
auf den Blättern desscharfen Ranunkcls (liniiuiianlus neris); ew
ein dichter Flaum, aus etwas längeren, abstehenden Haaren gebildet, ge>
macht die Oberfläche zottig, an den Blattstielen und Blüthen- ze,
schäftcn der Erdbeeren. Oft sind die Haare aber auch so de>
groß, daß sie, ohne eben sehr dicht zu stehen, einzeln schon mit wi
blosem Auge erkannt werden, wo dann die damit versehenen tek
Pflanzenthcile vorzugsweise haarig genannt werden, wenn, wie eir
bei der Frühlings-Hainsimse (lmsuln vevnnlis) und den dei
meisten übrigen Arten dieser Gattung, die Haare noch dünn und eir
biegsam sind. Dicke, starre, zuweilen selbst stechende Haare fin- siel
den sich bei vielen, steif haarigen Pflanzen, z. B. dem B v- al>
rctsch, der Natter- und Ochsenzunge (Lor-nZo, Lvsirum, od
^nosiusk); mit einem ätzenden Safte, der bei der Berührung B
ein brennendes Gefühl verursacht, sind die starren Brenn haare z,o
der Nesseln erfüllt. Sind dickere Haare im Innern mit trvck- wc
nem, gefärbtem Stoff angefüllt, wie bei dem morgenlän- kai
di scheu und Klatschmvhn (I^npnvev uriontule, V. litioen«) _
und bei manchen Habichtskräutern (Hievnoiuiu v^mosum,t'ullnx), so werden sie zu Borsten, und wenn diese dicker, da- x;
bei hart und stechend werde», so entstehen die Stacheln, bei kh
den Rosen und Brombeeren. Stacheln sind nur sehr vcr-