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6 (1844) Das amerikanische Staatensystem, das mohammedanische Staatensystem, die christlichen Staaten von Abyssinien, das buddhaistische Staatensystem und die Heidenwelt : nach den geographisch-statistischen Hauptverhältnissen / von Dr. Heinrich Berghaus
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Amerika.

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hebenden Kette lodernder Vulkane zeigt, deren Flamme an den sichringsum hebenden Gletschern leckt und sie zn Flüssen schmilzt. LleAndenkette streckt ihre Arme und Ausläufer bis in die See-Provinzenhinab, und Geilt Chile, Peru, Guatemala und Mexiko in eine Relyebedeutender Höhenzüge und tiefer Thäler, stößt, mit alleiniger Ausnahmedes H'maiaya-Gevirgeö in Asien, die höchsten Piks der Erde aus, vondenen der Jllimani sich auf 24.200, der Curnrana fast eben so hoch, derCbimborasso auf 20 158 der Cotopaxi auf 17,712, der Antisana auf47,958 Fuß erhebt, und der höchste Gipfel der Nevada Le Sorara gareine Höhe von 25,250 Fuß erreicht. Die beiden Hauptketten der Andensind un allgemeinen Cvarakcer wesentlich verschieden, und wahrend dieHöhen der westlichen sich größcentheils dom- oder glockenartig gestalten,erscheinen die der östlichen gezackt und sägeförmig. Die Hauplkette be-steht aus Thonschiefer; die östlichen Seitenwände bieten grvtze Massenvon Kalkstein und Sandstein und zeigen streckenweise Granit und Gneis;die höchsten Gipfel bestehen aus Porphyr, grünem Geschiebe, Klangstei-nen und Basalt, und sind hier und da in Säulen getheilt, die demAuge von weitem die Ansicht einer unermeßlichen Kette von ^.hnrmenbietet. Unterirdisches Feuer hat sich durch diese ungeheuren Felseninasseireinen Weg gebahnt und die Seitenflächen derselben mit Gagath undporösem Mandclstein bedeckt; doch nur die Krater der niedern Andenketteergießen Lava, während die der Piks Wasser, Schlacken und Thon aus-schleudern, die mit Schwefel und Kohlen vermischt sind. — Das zweiteGebirgssystem der westlichen Hemisphäre ist das Parime- oder Cara-cas-Guyanische System, — eine unregelmäßige Anhäufung hoherund gedehnter Gebirge, die ohne mit der Andenkette oder den brasilischenGebirgen in Verbindung zu stehen, die große Landftrecke durchschneidet,welche unter dem Namen Guyana theils zu Columbien und Brasilien,theils zum holländischen, französischen und britischen Amerika gehört undvon dem Orinoco, dem Casstquiare, Nio Negro und Marakion begrenztwird; — ausgedehnte Ebenen, Llanvs nnd Savannen, und ungeheure,fast undurchdringliche Urwälder trennen die einzelnen Berg- und Hügel-ketten von einander, deren Inneres, ja selbst ihr wahres Streichen, fastnoch ganz unbekannt ist. Die Sierra Magnalida bildet den Haupt-stock des Systems, dessen höchster, bis jetzt bekannter Punkt der Pikvon Duida ist. der sich am Orinoco, nördlich von Esmaralda, zu einerHöhe von 7,800 Fuß erbebt. Das brasilische Gebirgssystem ver-breitet sich über den qanren Osten von Süd-Amerika, und ichnrzt seinehöchsten Knoten in den Provinzen Goyaz und Minas-GeraeS; der Haupt-stock des Gebirges findet sich östlich vom Araguay und Parana und be-ginnt beim Zusammenflüsse des Tiete mit dem letzter». Drei großeKetten, die mit verschiedenen Neigungen vom Norden nach Süden zie-hen, und viele Zweige nach allen Richtungen ausstoßen, bilden die Haupt-nder des Systems, und von ihnen scheint die von Elchwege benannteSerra do Espinhayo. da sie die höchste und am wenigsten unterbrocheneist, die Centralkette des brasilischen Gebirges zu lein. Die höchsten Gi-pfel sind zwischen Lat. ,8° und 21" S., wo sich der Jtacvlunn bei VillaR'cca 5.850, die Serra da Friv bei Villa de Principe 5,500, und dieSerra da Piedade 5,460 Fuß erhebt. Granitformation ist meist vorherr-swentz; Schnee fällt selbst auf den höchsten Gipfeln nicht, und nner-schvpflicke Gvld- und Diamantengruben zeichnen diesen Theil des Gebrrgs-stvckes noch mehr aus. — Das Missouri-mexikanische Geblrgö-