Amerika.
V7
ilene,Deraufcäcke,t auf
;etra«
noch
Ko»-
raner
kanu
Me-hr zu
rners
.lisch«
auch
Zeste"
Auf-
sende
r die-
adeu,weg-5 bisnichtfange,e Be-wirbnicht
aber-reieU,i; iu->uS fsNorv-ftigev, und- M<-, wer!nn eresteigrguteu
mwe"
lufklü'
»hlr««'rr de"r M-n r-uade ^
irsch^".
an d'
idZ
d
Antwort ist: »Wir halten die Bibel!« — Sie halten nämlich dasAbendmahl um zwölf Uhr des Nachts; waschen sich gegenseitig die Füße,werben in Flüssen getauft, in die sie bis an den Hals gehen müssen,und tragen Bärte. Ihre Autorität ist die Nürnberger Folio-Bibel mitHolzschnitten, in welcher Christus und die Apostel mit Bärten abgebildetsind, und ihre Prediger sind ehrliche Bauern, die die Bibel erklären, sogut es geben will und öfters 4 bis S Stunden in einem Atbem spre-chen. — Sekten verschiedener Art bilden sich in den Vereinigten Staa-ten mit jedem Jahre mehr, und gehen nach und nach, wie sich die Be-völkerung mehrt und die Aufklärung fortschreitet, in ankere Religions-parteien über; keine wird verfolgt, denn die Achtung, welche der Br.r«ger der Vereinigten Staaten für die Geistesfreiheit seines Nebenmen-schen an den Tag legt, ist in der Natur seiner Verhältnisse gegründet.Jeder kann eine Religion wählen, die ibm gefällt, oder zu einer andernübertreten, wenn es ihm gut dünkt; und ungeachtet dieser Freiheit gibtes wohl kein Land, in welchem das Volk religiöser ist, als in den Ver-einigten Staaten. Dadurch, daß keine herrschende Kirche anerkanntist, und alle öffentlichen oder Staatsbesoldungen für ihre Diener aufge-hoben wurden, ward Religion aus einem Erwerbzweig der Predigerkasteein Eigenthum des Volkes, und scheinbar verlassen und aufgegeben, wurdeihr absolutes Bedürfniß nur um so dringender, ihre Herrschaft um sodauerhafter. Die Besoldung der verschiedenen Geistlichen, so wie dieErbauung der Kirchen ist den Gemeinden überlassen, die unter sich durchSubscription die nöthigen Mittel aufbringen und einen Gehalt für denPrediger, der ihnen gefällt, erheben. — Es gibt jetzt fast kein DorfsDorv» oder VillnZe) in den Vereinigten Staaten ohne eine Kirche oderBethauS; überall erhält das Volk Religions» Unterricht und den Trostund Beistand eines Geistliche», ohne direkte Auflagen und Unterdrückungeinzelner Sekten, und die ungeheuren Summen, welche nöthig wären,eine, Staatskirche zu unterhalten, circnliren frei in Handel und Gewer-ben, und mehren den Wohlstand des Landes. — In Boston, New-Aork,Philadelphia, Baltimore, Nichmond, Cbarlestvwn und andern großenStädten, herrscht sowohl in der Bauart der Kirchen, als in der innernl-stnrichtung derselben eine Pracht, die, England ausgenommen, allesübertrifft, was in Europa in dieser Art zu sehen ist. Die Fnßböd nsind parkettirt und gewöhnlich mit den schönsten Teppichen belegt, Altarund Kanzel auf das Geschmackvollste verziert, und im Winter werdensämmtliche Kirchen durch Öfen geheizt. In Pennsylvania und demStaate New-Aork findet man durchgängig Kirchen, deren sich keine eüro-Päische Mittelstadt scbämen dürfte, und die alle von einzelnen Landge-meinden auf ibre Kosten erbaut wurden und erhalten werten. Es istnichts Ungewöhnliches, einen eben nicht sehr reichen Landmann zwei bisdreihundert Dollars für den Bau einer Kirche unterschreiben zu sehen;"chnec man hierzu noch den Beitrag für den Gehalt des Predigers, der>ur den Einzelnen von einem bis einhundert Dollars beträgt, so mußn'll" ^stehen, daß Religion zu haben, nirgends böher zu stehen kommt,«fs ,,, Amerika, wo die Kirchengebühren die größte Taxe ausmachen, welche>e Amerikaner zu entrichten haben, und die ihnen nur dadurch erträglichnv leicht wird, daß sie sich diese selbst auflegen, und ihren Predig, k»ch Mbst wählen. — Jedem Individuum ist die volle Freiheit gelassen,Gottesverehrung zu thun, was es will, und es ist garmmrs Ungewöhnliche«?, daß in Einer Familie, Vater, Mutter «nd Dn-
Berghau«, Bd. VI. 7