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Amerikanisches Staatensystem.
verbreitet und erfreuen sich ebenfalls ei! es geringeren Portoansatzes.Die früheste, in den Kolonien pnblizirte Zeitschrift war das, von Frank-st» 1741 in Philadelphia herausgegebene „(HknernI welches
nur 6 Monate bestand; im Laufe der nächsten 2V Jahre wurden 12 bis14 andere Journale in verschiedenen Städten begonnen, doch traten alleunbemerkt vom Schauplatze wieder ab, und im Jahre 1775 bestand keineinziges im Lande, mit Ausnahme des in diesem Jahre gegründeten„t^enns^lvrniiu Ii4<r»nriin6.^ Im Jahre 1810 bestanden im Ganzen nur24 Zeitschriften, 1834: 130, und 1842 : 215, worunter 8 medizinische,
3 juristische, 49 stlerärische und vermischte, 38 religiöse, 12 landwirth-schafkliche und 18 im Interesse der Mäßigkeilsgesellschasten, aus welchemund den vorhergesagten recht wohl die Stufe der sittlichen Bildung er-kannt werde» wird, welche die Amerikaner bis jetzt erreicht haben. —
Das literarische Eigenthum ist in Amerika hinlänglich geschützt, undder Nachdruck inländischer Geiftesprvdukte durchaus verboten, dagegender Wiederabdruck ausländischer Erzeugnisse durchaus gestattet. — Dochnicht nur die Geistesprvtukte, auch alle Entdeckungen, Erfindungen undVerbesserungen in nützlichen Künsten genießen gleiche Sicherheit, wertenden Eifindern oder Einführern durch das Patentamt geschützt, und füreine unbedeutende Summe, welche kaum die Stempelgebübr in deütschenStaaten übersteigt, hat der Patentinhaber das ausschließliche Recht, füreine Reihe von Jahren die Früchte seines Fleißes und seiner Anstien-gnngen im ganzen Lande zu genießen, und wie sehr dieses Recht benutztwird, erhellt daraus, daß von Eröffnung des Patentamtes, im Jabre17t>0, bis zum I. Jan. 1842, nicht weniger als 8,3L2 Patente aufge-nommen wurden. Die segensreichsten Erfindungen und Verbesserungenneüerer Zeit sind von Amerikanern ausgegangen, obenan ober sieben:der Blitzableiter, die Baumwollen-Gin, das Dampfboot, die Nagel- undCaudenmaschinen, die Hansspinnmaschine, und in ler neüesien Zeit die !mit einer Maschinenprcsse verbundene Dampf-Papiennaschine, die Un-glaubliches leistet, und die hier zuerst auf Druckmaschinen in Anwen-dung gebrachte galvanische Kraft. — Im Schiffbau sind die Ameri-kaner alten andern Nationen weit überlegen, in der Baukunst haben sieAußerordentliches geleistet, und rücksichtlich der schönen Künste batAmerika, obgleich es noch keine Küusilerschule besitzt, ausgezeichnete Ma-ler und Bildhauer auszuweisen, und die Namen: „West, Eopley, Ste- >wart, Trumbull, Banderlye (der 1808 die französische Preiemedaille füd !seinen „Marius auf den Trümmern Carthago'S" erwarb), Jarvis, Waad, ^Allste», LeSlie, Penle, Sully, Monse, Newton, Neagle, Dvughly, Fisher,King, Jaman und Cole," sind als Künstler auch in Europa nicht unbe-kannt. — Akademien für den Unterricht in schönen Künsten find bereits»in Philadelpbia, New-Doik und Boston eröffnet; eine Gemältegallerieist mir dem Athenäum in Boston verbunden, und die dort stattfindendejährliche Gemälde-Ausstellung trägt wesentlich zum Aufschwung der sih^neu Künste bei. — Chantrey ist ein ausgezeichneter Bildhauer; Greeiiougb-vortbeilhaft bekannt durch seinen „singenden Cherubs," arbeitet noch ssBan der kolossalen Statue Washingtons, die im Kapitvl aufgestellt werke»soll, und Augur, ein Künstler, der sich selbst gebildet, vollendete aM;ekeinige» einzelnen Statuen, »Jeptha's Tochter," eine ausgezeichnete GruppeDie Bildung neüer Staaten ist der beste Maßstab der sittliche»Kultur der Amerikaner, zugleich aber auch so mit der physisch-tech»^scheu verwachsen, daß wir, um Wiederholungen zu vermeiden, nur am