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6 (1844) Das amerikanische Staatensystem, das mohammedanische Staatensystem, die christlichen Staaten von Abyssinien, das buddhaistische Staatensystem und die Heidenwelt : nach den geographisch-statistischen Hauptverhältnissen / von Dr. Heinrich Berghaus
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rlmerikanisches Staatensystem.

DerGuadelupe, welcher im westlichen Hochlande, unter Lat. 29°48'N.und 22° 29'W., durch die Vereinigung der beiden Creeks Piedraö undVerde, gebildet wird, zuerst östlich, dann südöstlich strömt, den Sabinasund Cedro, und bei Gonzales den Sän Marcos aufnimmt, von hier seinenLauf nach S. ändert und vom W. den Nio Coleta und den bedeutendenSau Antonio empfängt und in die Espiritu Santo-Bay mündet. We-gen seines schnellen und gekrümmten Laufes ist der Fluß schwer zu be-fahren; sein Gebiet steht hinsichtlich der Fruchtbarkeit dem des Brazosam nächsten, übertrifft aber alle anderen au malerischen Scenerien. —-Der Sän Antonio entspringt aus vier Quellen unter Lat. 29° 37'N.und Long. 22° 58' W., wo er den Namen des Riv Medina führt; erströmt in SO.-Richtung, nimmt vom W. nur unbsdeütende Bäche,vom N. hingegen den Bandera, Sau Julian, Seqnia, Jeromino, SauS,Potranca, Medio, Leon und Salado in sich auf, nimmt unterhalb derMündung des Letzteren, der bei Sau Antonio de Bexar vorüberströmt,den Namen Sän Antonio an und vereinigt sich unter Lat. 28° 34' N-und Long. 29° 12', nachdem er vom N. den Rio Cibolo und Clelo auf-genommen, mit dem Guadelupe. — An seinen Ufern findet man dieZeichen einer früheren Kultur: Ruinen verschiedener Kirchen, Misstonen,Wasserleitungen und anderer steinernen Gebäude; sein Gebiet ist einehohe wellenförmige Wiesengegend, mit wenig Wald. — Der nächstegroße Strom ist der Nueceö, welcher am südwestlichen Abhänge derGnadelnpe-Mountains, unter Lat. 29° N. entspringt, durch den vonNW. kommenden Nio Frio verstärkt wird, ein meist ebenes, nicht be-sonders fruchtbares Wiesenland durchströmt und in die Nuecesbay mün-det, welche den innersten Winkel der Corpus Christi-Bay bildet. DerNio Frio, sein bedeütendster Zufluß, entspringt in der Nähe der Quel-len des Colorado, im westlichen Gebirgölande, strömt südöstlich undempfängt vom W. den Rio Levna, und vom N. und NO. den Arroyade Uvalde, den Sän Miguel, welcher durch den Arroya Saco, Qnihe,Honda, Pedro Pere und Chican verstärkt wird, und den Allascosa,welcher ihm die Wasser des Lavarita und Tortilla zuführt. — Den süd-lichen Theil des Landes, größtentheils sandige Ebene, durchschneide»nur kleine Küstenflüsse, von denen der Salt, 'Sän Gertrudas, Olmosund Colorado Creek die bedeütendsten sind. Im Innern dieses, der Kul-tur weniger günstigen Landstrichs sind mehrere ansehnliche Salzseen.Der Nio Grande, auch Nio Bravo genannt, bildet die südwestlich*Grenze von Texas; er entspringt im fernen Westen, hat einen lange»,»»gemein gekrümmten Lauf und ist für kleine Dampfbvote bis Camarg»,299 Meilen aufwärts, fahrbar. Weiter oberhalb besteht sein Bett a»°Treibsand, welcher durch den schnellen Lauf des Wassers sich so häufigändert, daß die Schifffahrt auf dem obern Nio Grande immer unsich^und gefährlich bleiben wird.

Die Küste von Texas ist ungemein durchschnitten und bietet e>»große Anzahl ausgedehnter Buchten, Bayen, Haffs und Lagunen,durch kleine Inseln und sandige Nehrungen vom mexikanischenbusen geschieden werden. Die östlichste Bucht bildet der Sabine-l^*oder Bay, deren Eingang nur 5 Fuß Wasser hat; die nächste nachist die Äa lve st vn-B a y, die bedeutendste des ganzen Landes, ^ .welcher sich die 30 Meilen lange und von 3—5 Meilen breite Insel g>^'ches Namens, auch Sän Luis (früher Barataria) genannt,auf deren östlichen Spitze die Stadt Galveston angelegt ist. Die