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6 (1844) Das amerikanische Staatensystem, das mohammedanische Staatensystem, die christlichen Staaten von Abyssinien, das buddhaistische Staatensystem und die Heidenwelt : nach den geographisch-statistischen Hauptverhältnissen / von Dr. Heinrich Berghaus
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S64

Amerikanisches Staatensystem.

Brisen der Gesundheit und dem Lebensgeiste zuträglich sind, denn derletztere wird, so wie sich der Wind legt, so niedergedrückt, daß es eherzu fühlen als zu beschreiben ist. Bald nach Sonnenuntergang erhebtsich abermals eine leichte Brise, die bis Mitternacht die Atmosphäregradakim kühlt, nach dieser Zeit aber bis zum Morgen so empfindlichwird, daß man recht gut eine wollene Decke vertragen kann. Erkältun-gen und Fieberschauer sind die Folgen dieser Windströmung; zuweilensetzt der Wind in dieser Jahreszeit nach Ost-in-Süd um, statt aber diereine Luft des mexikanischen Meerbusens über das Land zu verbreiten,haucht diese Luftströmung die Miasmen der Sümpfe Louisiana's undMississippis aus und verursacht Kopfweh, Wechsel- und Gallenfieber,Anschwellungen, Schauer und Verdauungsbeschwerden. — Der Winterist leicht, der Wchneefall nur nnbedeütend, und der Schnee fast nie lie-genbleibend; die Temperatur wechselt übrigens in dieser Zeit so schnell,daß der Winter nichts weniger als angenehm ist. — Im October undNovember beginnen die heftige» nördlichen Winde und die furchtbarenRegengüsse, welche in diesen Monaten fallen, kühlen das Land; wäh-rend dieser Zeit sind die Gebirge im Inneren mit Schnee bedeckt. ImDecember und Januar stürmen die Nordwinde eisig die Ebenen herab mitderselben Regelmäßigkeit, wie die südlichen im Sommer; nur selten setztin dieser Zeit der Wind nach Süden um. und geschieht es ja, so bringtderselbe schnell Regen, auf welchen wiederum Nordwind folgt. Der Fe-bruar und März bringen eine geringere Regenmenge; die südlichen Windehalten länger an, bringen mildes Wetter mit, erzeügen angenehmeAbende und reizende Nackte, und steigern den Thermometer oft zu 75",doch auch in dieser Zeit bringt ein plötzlich herabstürmender Nordwindin wenig Stunden einen außerordentlichen Temperakurwechsel hervor undhaüfig sinkt der Thermometer in kaum 2 Stunden von 75° auf 25° herab.Der südliche Theil von Texas hat hinsichtlich seines Klima's viel Ähn-lickes von Louisiana, der nördliche mit Tennessee und Süd-Kentuckv-Folgende Beobachtungen wurden zu Galveston unter Lat. 2b° 18' N-

und Long. 18" 6' W. und zu Fort Houston, unter Lat. 31° 54' N-

und Long. 18° 51' W. im Jabre 1842 angestellt, und beweisen wenige

stens, daß die Temperatur in Texas eben so plötzlichen Wechseln unter-

worfen ist, als in den Vereinigten Staaten:

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