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6 (1844) Das amerikanische Staatensystem, das mohammedanische Staatensystem, die christlichen Staaten von Abyssinien, das buddhaistische Staatensystem und die Heidenwelt : nach den geographisch-statistischen Hauptverhältnissen / von Dr. Heinrich Berghaus
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Amerika.

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Das ganze Land kann übrigens, mit Ausnahme weniger kleinenStriche, trotz seiner Hitze und schnellen Wechsels der Temperaturunter die gesündesten Länder Amerika's gerechnet werde». Der größteTheil der Krankheiten, die bis jetzt hier beobachtet wurden und vorge-kommen sind, waren mehr Folge der ungeregelten Lebensweise einesgroßen Theiles der Bevölkerung, und der Unvernunft der eürvpäischen,Meist deütschen und französischen Einwanderer, die hier wie in der Hei-Math leben wollen, alle Bequemlichkeiten zu finden vermeinten und nichtbedenken, daß das Land zwar Alles bietet, was zu einem glücklichenLeben gehört, daß aber Alles erst errungen werden muß. — Das schlimmsteFieber in Texas, wie in ganz Amerika, ist das Vranntweinfieber! —-Es fürchte sich Niemand vor mäßiger Lebensweise; wer in diesem Him-melsstrich die erste Diätregel: Mäßigkeit in allem beobachtet, sich keinerErkältung aussetzt, gutgekochte, wenn auch uur einfache Kost sich zu ver-schaffen sucht und in nichts dem amerikanischen Beispiele folgt, wie soviele Einwanderer thun zu müssen glauben, oder sich von den Branntwein-wirthen aufreden lassen, — wer alles dieses beachtet, wird sich in Texasebenso wohl befinden, als anderswo, und laut bezeügeu, daß nicht dasKlima, wohl aber der Mensch selbst und seine Leidenschaften die Ursacheder angeblichen Ungesundheit des Landes sei.

5. Erjeügnitte des Pflanzenreichs.

Der Staat Texas mit dem Süden der Union und den mittlerenStaate» unter einer Breite liegend, bietet in seiner Pflanzenwelt alleProdukte, welche jene Staaten auszeichnet, und wenn gleich wenigerdicht bewaldet, als Louisiana und Arkansas, doch hinreichende Waldun-gen der verschiedensten Holzarten, zu allen Zwecken der Landwirthschaftsvwvhl, als der Industrie; — die ausgedehnten Prairies gleichen imFrühjahr den schönsten Blumengärten und bieten dem Botaniker ein wei-tes Feld der Thätigkeit; das ganze Land selbst gleicht einem auSgedehn-"n riesenhaften Park. Von allen in der Union vorkommenden Banm-"vten finden sich hier Repräsentanten, von der verkrüppelten Jack-Eicheder Gebirge an bis zur majestätischen Lebenseiche der Prairie, von derwan oft Stämme von 16—2t» Fnß im Durchmesser findet, die diesestärke bis 3» Fuß hoch beibehalten und sich dann erst in mächtige ÄsteUrtheilen. Diese großen, vereinzelt oder in kleinen Gruppen in denRaines vorkommenden Baume sind zuweilen über und über mit lan-5^m, spanischem Moose bedeckt, das in großen Streifen herunterhängt,V Winde hin- und herflattert und den Baum wie mit einem silbernenHantel umhüllt erscheinen läßt, durch welchen das üppige Laubwerk desSaumes hindurchdringt und dem Ganzen ein geisterhaftes Ansehen ver-li,t. Eichenarten in der größten Verschiedenheit (gegen 4V Arten,denen Michaux kaum zwei Drittel nennt, und worunter die zum^dau so geschätzte Steineiche), Fichten, Cypressen, Eschen, Akazien," ""d andere Waldbaüme der Union gibt es hier im Überfluß,weir herrlichen Magnoliabaum mit seinen großen, wohlriechenden

kan " Wüthen erhebt sich die rothe Ceder, und manches Stück Landda" deute »och in Texas gekauft werden, welches sich blos mit dembeltn "wenden Cedernholz, wenn es nach Eüropa verschifft wird, dvp-Land würde. Der Zuckerahorn kommt im nördlichen Theile des

PerO^ häufig vor und versieht viele Pflanzer mit ihrem Zuckerbedarf;> mons, von den Einwohnern Dattel-Ceder genannt, verschiedene