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6 (1844) Das amerikanische Staatensystem, das mohammedanische Staatensystem, die christlichen Staaten von Abyssinien, das buddhaistische Staatensystem und die Heidenwelt : nach den geographisch-statistischen Hauptverhältnissen / von Dr. Heinrich Berghaus
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Amerikanisches Staatensystem.

Arten Nußbaüme, der Bogenbolzbaum oder die Osage-Orange; der Kirsch-lorbeerbaum, wilde Apfelbaüme, welche kleine süße Äpfel tragen, derwilde Pfirschbaum, Kirschen- und Manlbeerbaüme verschiedener Art be-weisen, daß alle Produkte des Garten- und Obstbaues gemäßigter undwarmer Zonen, mit Einschluß der Orange, Citrone, Olive und Mandelin diesem Lande gepflegt werden können, sobald die Bevölkerung nurwill. Der Caoutchncbaum, der das bekannte elastische Gummi liefert,wird in Menge am Colorado, in der Nähe von Bastrop, gefunden. —Farbehölzer und verschiedene feinere Holzarten sind ebenfalls in den Wal-dungen von Texas anzutreffen. — Wilde Trauben von allen Farbenund vorzüglichem Geschmack findet man in sämmtlichen Theilen des Lan-des, am haüfigsten aber um Nacogdoches, Bastrop und längs dem Guade-lnpeflnß. Im Süden wächst der Nvpal, auf welchem die Cochenillelebt, in großer Menge; wilde eßbare Beeren füllen zur FrühjahrszeitWaldungen und Prairies. Zahlreiche Sorten wilder Bohnen, worunterwelche, deren Schoten in der Erde wachsen, während die Ranken aufder Oberfläche liegen, wachsen in allen Theilen des Landes und in allenWaldungen, und auf den Prairies viele Arten Medizinalpflanzen undWurzeln, als: Sarsaparille, Ginseng, Schlangenwnrzel, Sassafras, Süß-holz, Jalappa, Pfeilwnrzel, Angelika, Spikenard, Salbey, Pfeffermünze,derGewürzstranch und mehrere Mimosen; selbst die kostbare Vanille ge-hört unter die Erzeugnisse von Texas. — Klecarten und Grasarten, dieden ganzen Winter über grünen und reiche Weide bieten, und selbst i'MSüden der Bereinigten Staaten unbekannt sind, wie das wintergrüneMusqnitgras und eine Art, von den Einwohnern Gamagras genannt,welches nach wirklicher Beobachtung nach dem Abmähen in 4 Stunden'/» Zoll neüe Triebe gezeigt haben soll. — Die Flora von Texas, die inden blumenreichen Wiesen unstreitig eine der reichsten ist, ist noch fastganz unbekannt: Geranien, Lilien, Lobelien, Jasmin, Passionsblumen/Geißblatt, Veilchen und eine Menge von Zierpflanzen, für die selbst dieAnsiedler keine Namen haben, sondern ihnen die indianische» Benennun-gen beilegen, füllen die Prairies, die im Frühjahr außerdem eine außer-ordentliche Menge von Erdbeeren bieten.

Alle Cerealien gedeihen hier vortrefflich, und Baumwolle, Tabak,Hanf, Flachs, Reis, Zucker, Kaffee und Indigo werden sicher in Kur-zem die Stapelartikel des Landes werden.

6. Das Thierrcich.

An Thieren bietet Texas alle Arten, die das benachbarte Louisianaund Arkansas und das Missonri-Gebiet auszuweisen haben. — Bnffals-oder Bisvnheerden findet man oft zu mehreren tausend Stücken im Mu-tcllande, gegen Süden hin, besonders in der Winterzeit, wo sie ausdem fernen Westen der Vereinigten Staaten berabkommen; — Ele»u-thiere, Hirsche, Rehe und Dammhirsche rudelweise in allen Theilen desLandeö; zahlreiche tzeerden wilder oder vielmehr verwilderter Pferde,Mustangs genannt, halten sich in den Prairien des Landes und in deuenormen Strecken längs dem Niv Bravo auf; Esel und Maullhiere kom-men ebenfalls verwildert vor; wilde Schweine sind ebenfalls nicht sei""und, obschon nicht von bedeütender Größe, mehr zu fürchten, als selbPanther und Wölfe. Wilde Ziegen und Schafe sind in den gebirM^"Regionen zahlreich. Bären, Wölfe, Jaguare, Cuguare oder amerira^Nische Panther, mehrere wilde Katzenarten, Füchse aller Art, Luchse, Astest,