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Amerikanische« Staatensystem.
Mensch im Schweiße seines Angesichts sein Brod erwerben, der Naturabgewinnen, was sie darbietet, und die Kunst nach seinem Belieben selbsthinzufügen. Pariser Köche, Conditoren, Zuckerbäcker, Bierniederlagen,Opern, Schauspiele und Konzerte darf Niemand in Texas suchen wollen,und nur was der Mensch von Kunst in sich selbst trägt und selbst er-schaffen kann, findet er dort; die Natur bietet nur die Materialien mufreigebiger Hand dar. — Wer da glaubt, die Genüsse eine« civilisirtenLebens, die er in seinem Vaterlande zu haben gewohnt ist, bis an seinEnde von seinem täglichen Erwerbe bestreiken zn könne», gehe nicht nachTexas! — wer aber aus der Thätigkeit seiner jünger» Jahre einen Fondfür sein Alter zu bilden wünscht und sich mit den einfachen Bedürfnissender Natur zufrieden geben will, wird in Texas ein Land finden, in wel-chem persönlicher Fleiß jeder Art besser bezahlt wird, als irgendwo. —
Für jetzt ist Texas weit mehr als der Westen der Vereinigten Staatendas Land, über Alle, für Ackerbau und Viehzucht, für die nothwendig*sten Gewerbe und sofort; und selbst der höher gebildete Mann, dernicht selbst den Pflug führen will, sondern die Ausführung seiner Ge-danken und Kenntnisse durch Andere vollenden lassen will, der Ökonomim höbern Sinne des Wortes, findet in Texas «in Feld, das ganz ver-nachlässigt ist. Allein dieser bedarf einiges Kapital zur Anschaffung vo»Sklaven und zur ersten Anlage größerer, ökonomischer Unternehmungen,als Sägemühlen, Pottaschsiedereicn, Brennereien, Ziegelöfen, Zucker-siedereien, Baumwoll-Gins u. s. w. — Freie Arbeiler sind vor der Handin Texas noch schwer zu finden und noch schwerer auf längere Zeit zuerhalten, und wahrscheinlich auch zu theuer, um Vortheil zu gebemDie Sklaverei übrigens, wie sie in Texas besteht, und wie sehr sie anw ^
Pvn den großen Grundeigenthümern vertheidigt wird, wird in sich selbstversinken und sich von selbst aufheben, wen» die Bevölkerung von einerSeele auf die Quadratmeile, wie jetzt, auf nur 2« Seelen per Quadrat-meile gestiegen sein wird.
Der Abstammung nach besteht die jetzige Bevölkerung von Texasaus 8,000 spanisch-mexikanischen Blutes, 130,000 Amerikanern aus derUnion, 20,000 Engländern, 10,000 Deütschen, 15,00« Franzosen, 10,000Schotten, 12,000 Iren und 45,500 Farbigen; dem Geschlecht nach aberaus: 148,000 freie» Weißen männlichen und 57,000 freien weibliche»Geschlechts, und aus: 35,000 männlichen und 10,500 weiblichen Farbige»'
Die Religionsanstalten des Landes liegen noch in der Kindheit»unter der mexikanischen Herrschaft war die katholische Religion Staats-religivn, und nach den mit den Empressarivü abgeschlossenen Kontrakte»sollten alle Einwanderer und Ansiedler sich zur katholischen Kirche beken-nen. Jetzt herrscht allgemeine Religionsfreiheit, das Kirchenwesen 'stkein Gegenstand der Sorgfalt der Regierung, und es bleibt den Bürget»überlassen, selbst dafür zu sorgen. In den bedeütenden Städten ke«deö Landes, in Galveeton, Houston, Bexar u. a. sind bereits kirch-liche Gemeinschaften gebildet und Kirchen errichtet, und die Beke»-ner aller Sekten finden hier bereits ihre Repräsentanten. — Für Schu-len ist bis jetzt sv viel wie nichts geschehen. Wo können deren auch »skstehen, wenn der nächste Nachbar des Landbewohners oft S, 10 u»d ^Meilen entfernt ist? — Selbstunterricht der Eltern, die ihren K'»dAsolchen angedeihen lassen wollen, ist das Einzige, wa« bleibt. 3» ...Städte» sind bereits Schulen errichtet; GalveStvn besitzt deren 4, 9»»'ston 4 und Bexar 3 u. s. w., und zu Gonzales besteht «in Se«nm<"'