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6 (1844) Das amerikanische Staatensystem, das mohammedanische Staatensystem, die christlichen Staaten von Abyssinien, das buddhaistische Staatensystem und die Heidenwelt : nach den geographisch-statistischen Hauptverhältnissen / von Dr. Heinrich Berghaus
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Amerika.

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Mit Geld konnte die Regierung bis jetzt noch nicht dafür wirken, dochbat sie bereits bedeutende Reservationen an Land für einstige Volks-schulen und Colleges aufbehalten.

2. Landwirthschaktliche und technische Kultur. — Handel.

Ackerbau und Viehzucht sind die Hauptbeschäftigungen der Bewohnervon Texas, und der erste zerfällt in Plantagen- und gewöhnlichen Acker-bau. — Den Hauptzweig der Agrikultur bildet der Baumwollenbau, derseit dem Jahre 183«, wo dessen Ertrag nach offiziellen Berichten auf1,500 Ballen angegeben wurde, sich bis auf 184« einer jährlichen Zu-nahme von 4« Prozent in arithmetischer Progression zu erfreuen hatte,Und 181« auf 4«,«o« Ballen, 1843 aber auf 6l,2«o Ballen angeschlagenwurde. Die Banmwollenländereien in Texas sind auf 5 Millionen AcreSgeschätzt, und das Ertragsnünimum auf 5 Millionen Ballen angeschla-gen, wenn sie einst sämmtlich angebaut sein sollten. Diese Ländereienkönnen jetzt in Texas zu 5 bis 1« Dollars per Acre gekauft werden, unddas Medium des Ertrags ist !>/> Ballen Baumwolle per Acre. Diekexanische Baumwolle übertrifft in Länge und Feinheit die besten Sortender Vereinigten Staaten, mit Ausnahme der bekannten Sea-Jsland,die, den angestellten Versuchen nach, auch auf manchen Stellen in Texasgebaut werden kann. — Die Zuckerländereien werden auf 5« —««,«««Acres angeschlagen, und der in Texas gebaute Zucker ist von bessererQualität, als das Produkt von Louisiana, da daö Land frei von spätenFrühjahrs- und frühen Herbstfrösten ist, die dort oft die ganzen ErntenZerstören. Der Znckerertrag wurde 1830 auf 8« Faß berechnet; 184«hatte derselbe nicht über 25«, und 1842: 28« Faß betragen. Der Zucker-bau schreitet nur langsam vorwärts, da er mehr Kapital zur Anlageverlangt und selten über 12 bis 15 Prozent abwirft, während, wie Hun-derte von Beispielen bewiesen haben, das Produkt des Banmwvllenbauesschon im ersten Jahre 5« Prozent des gesummten Anlagekapitals zudecken vermögend ist. — Der Tabaköbau mehrt sich ebenfalls mit jedemJahre, und der hiesige Tabak steht dem besten virginischen oderLouifiana-Svrten nicht nach. Der Maisbau, auf welchen sich die Existenz derSklavenbevölkerung gründet, hat in den letzten Jahren so zugenommen,baß Texas keiner wettern Zufuhren desselben, wie bisher, bedarf; 50—6«'Zushels per Acre ist der Durchschnittsertrag, doch findet man auchStriche, die von 8« bis 10« Bnshelü gewähren. — Kartoffeln gedeihensehr gut, werden bereits in Menge gebaut, arten aber nach einigen Jah-ren, wenn sie immer auf demselben Lande und von denselben Samen-kartoffeln genommen werden, in die süße amerikanische Kartoffel aus;eOV —5vv Bushels vom Acre ist kein ungewöhnlicher Ertrag; 35« Bu-ihels werden aber im Durchschnitt als Mittelertrag angenommen. Ba-uten und Aams gerathen ebenfalls sehr gut und geben reiche Ernten;-Vcizen gedeiht ini mittleren Theile des Landes vorzüglich, und Gersteund Hafer in den bergigen Strichen des angebauten Norden und Nord-westens. — Kürbisse und Melonen aller Art, Bohnen und Erbsen kom-wen ohne sonderliche Pflege fort. Die Indigopflanze ist fast in allen^»eilen des Landes einheimisch, wird jedoch nicht weiter benutzt, alsas etwa die Frauen der Pflanzer für den eigenen Bedarf daraus zunennen suchen. Die Cochenillepstanze wächst ebenfalls im ganzen"Uve wild, und die Stechbirne, eine andere Cactusart, die eine

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