Amerika.
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wollen, die sehr gut rentiren würde. Auch der Schuhmacher wird inden Städten vorderhand eine untergeordnete Rolle spielen und sieb mehrZum Schuhflicker qualificiren müssen, dann aber reichlichen Verdienst fin-den, während ein Goldarbeiten sich der Gefahr aussetzen würde, in einemLande des Überflusses Hunger leiden oder eine andere Beschäftigungwählen zu müssen. Alle Handwerker, deren Gewerbe erforderlich ist,und die nicht nur auf grosie Städte angewiesen sind, sondern in Eüropaselbst auf entlegenen Dörfern bestehen könnten, baben hier in Texasreichlichen Verdienst, und so jnng die hiesigen Städte auch sind, soviele Beispiele von Vermögenöerwerbung europäischer oder amerikani-scher Handwerker in wenig Jahren lassen sich hier bereits ausführen, diein Eüropa kaum Glauben finden würden, besonders von solchen Gewerb-treibenden, die einiges Kapital mitbrachten, sich sogleich Grundbesitzerwerben konnten, dessen Werth täglich zunimmt, und ihrem GewerbeAusdehnung zu geben im Stande waren. Für ökonomische Gewerbehöherer Art, Gerbereien, Leimsiedereien, Mühlen aller Art, Brannt-weinbrennereien, Kalk- und Ziegelbrennereien, Sägemühlen und Pottasch-siedereien wird das Feld in Texas täglich ausgedehnter; Unternehmersolcher müssen jedoch ein angemessenes Kapital besitzen, um die Anlagebestrciten zu können. Grund und Boden kann jeder leicht auf langenKredit kaufen, und zwar um Spottpreise, dafür aber kommt die Anlageihrer Werke ihnen bedeütend höher zu stehen als in Eüropa, es sei denn,sie wären im Stande, alles selbst zu schaffen, oder was nur immerMöglich von auswärts mit hierherzubringen.
Der Handel der Republik ist, wie alle Verhältnisse dieses Landes,ebenfalls noch in der Kindheit und ungeordnet, dennoch aber schon, trotzder ewigen Unruhen, so bedeütend, das; er jede Aufmerksamkeit der In-dividuen sowohl als der Regierungen verdient. — Galoeston ist derHanpthafen des Staats, und beschäftigt eine Menge kleiner Schiffe, diebeständig von den Häfen der Union, besonders New-Orleans, hier ein-laufen, und drei der größten Frachtdampfschiffe, die regelmäßig zwischenhier und New-Orleans spielen. — Im Jahre 1839 liefen 288 Fahrzeügein Galveöton ein; 1840 betrug deren Zahl 297; 184l: 311 und 1842:326, und darunter in diesem letzter» Jahre: 8 Schiffe, 59 Briggs, 201Schooners, 13 Sloops und 45 Dampfschiffe. — Die Zvlleinkünfte Gal-vestons betrugen im Jahre 1839: 201,710 D., im Jahre 1840: 396,483,1841: 400,752 und 1842: 398,512 Dollars; die übrigen Häfen des Lan-des: Matagorda, Velasco, Sabine und Sän Angustine wurden zusam-men auf ebensoviel angeschlagen. — Der Werth der ganzen Einfuhr in^-exas von 1837 bis Ende März 1840 betrug 4,052,653 D., die Ausfuhrm derselben Zeit 626,964 D., und die erhobenen Zölle 701,400 Dollars.Das scheinbare Deficit, welches sich hier zwischen den Ein- und Ausfüh-rn herausstellt, beruht theils auf ungenauen Zvllaugaben, da die Er-eignisse der Pflanzungen am Ned-Niver, wo die meiste Baumwolle cr-daut wird, ihren Weg diesen Fluß hinab nach New-Orleans finden,mme in den Zollregistern begriffen zu sein, da in jenen Gegenden nochkeine Zollämter errichtet waren, welche von der Ein- und Ausfuhr NotizNehmen konnten, theils daß eine Menge Einfuhren besonders über Bexartzach Mexiko abgesetzt wurden, und daß ein großer Theil der Einfuhrenm dem Vermögenskapital der Einwanderer bestand, die sich stets mit-oedürfnissen aller Art und selbst mit Waaren zum Verkauf, die verzolltwerden müssen, reichlich zu versehen pflegen. Der scheinbare Einfuhr-