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6 (1844) Das amerikanische Staatensystem, das mohammedanische Staatensystem, die christlichen Staaten von Abyssinien, das buddhaistische Staatensystem und die Heidenwelt : nach den geographisch-statistischen Hauptverhältnissen / von Dr. Heinrich Berghaus
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379
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Amerika.

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aus allen Theilen Amerika'ü und Eüropa's, die hier große StreckenLandes zur Kolonisation verliehen erhalten hatten, und Eigenthum undFreiheit bedroht sahen, sowie eine Zahl zusammengelaufener Freiwilliger,die kaum ein vollzähliges europäisches Bataillon gebildet haben würden,eroberten ein Land von solcher Ausdehnung mit einer Leichtigkeit, wiewan bei Schauspielen wichtige Ereignisse der Vergangenheit auf BühnenEntscheiden steht. — Während der spanischen Oberherrschaft war diePolitik Spaniens dahin gerichtet, die Kolonisation dieses Grenzlandcsdurch Fremde ganz zu verhindern, und selbst die Niederlassung einerspanisch-mexikanischen Bevölkerung zu beschränken, um darin eine Vor-mauer gegen die anwachsende Macht der Vereinigten Staaten zu besitzen,Und nur im westlichen Theile der Provinz Texas bestanden spanische An-siedelungen um die Städte Bexar (gegründet 1692), Gvliad (1716) undVahia, und im östlichen Theile ein Militärposten, Nacogdoches. —Beinahe zwei Jahrhunderte blieb das Land im ursprünglichen Naturzu-stände, und mit den Thieren der Wildnis; vegelirte darin die auf kaum6,666 Seelen geschätzte Bevölkerung spanischer Abkunft in einer gänzli-chen Abgeschiedenheit von der Welt. Fremden jeder Nation war es beiStrafe der Einkerkerung untersagt, sich in Texas aufzuhalten, und selbstvlos Durchreisende waren vielen Gefahren ausgesetzt. — Während deöKriegs, der mit der Unabhängigkeit Mexiko's endigte, wurde Texas inVerbindung mit den Provinzen Tamanlipas und Cohahuila ein GliedUEr mexikanischen Föderativ-Republik; der Kongreß ließ eine anderePolitik in Betreff der Kolonisation dieses Grenzlandcs eintreten, dieEine Lieblingssache der neücn Regierung wurde; Gesetze wurden hierüberpoomulgirt, die in Liberalität wohl schwerlich übertreffen werde» konn-"», und die über Übervölkerung klagenden Staaten des mittleren Eü-c»pa's, die den außereüropäischen Ländern zu wenig Aufmerksamkeitschenken, ließen es sich nicht traümen, daß es ein Land gäbe, wo Dorf-'Uarkungen, Stadtgebiete, Grafschaften und Fürstenthnmer verschenktwürden. Die Regierung von Mexiko kontrahirte mit einzelnen Unter-nehmern, Einpressn rio's genannt, die eine Strecke aussuchten unduch anheischig machten, Familien darauf anzusiedeln, deren jeder eineN?ltio Land von 4,428 Acres angewiesen werden sollte. Diese hatten da-zu zahlen: 30 Dollars in drei Terminen, die VermessungskoftenUnd den Stempel der Anweisnngsurkunde, in Allem circa 156 Dollars,'Uofür sie diese 4.428 Acres erb- und eigenthümlich besaßen, wenn sie sichoarauf niederließen und den Anbau begannen. Bis zum Werthe von^voo Dollars konnten die Ansiedler Werkzeüge und Waaren zollfrei ein-uihren, waren 1« Jahre lang abgabenfrei und erlangten nach 1 JahreWahlrecht und Wählbarkeit. Für die Einführung solcher Familien er-blelt der Empressario eine Kommission im Land, das auch ihm erb- undAgEnthümlich abgetreten wurde, und zwar 5 Leguas (jede von 4,428A^Es) für jedes 106 Leguas, die an Ansiedler vertheilt wurden. MosesJustin aus Dnrham in Connecticut und sein Sohn, der Oberst S. F.

" (jetzt General), waren die ersten Empressario's, und der letztereJUtzt gegenwärtig 176 Quadrat-Legnas des besten Landes, oder 752,766„ fres, wofür ihm bereits von einer englischen Gesellschaft 3 Pfund perN," geboten wurden. Obschon bis 1836 beinahe ganz Texas an solchenpressario's vertheilt war, betrug dennoch die Zahl der neuen Bevöl-- ""3 in jenem Jahre kaum über 16,666 Seelen, auf einem Flächen-u>ne, der, „ach eüropäischem Durchschnift bewohnt, 15 Millionen