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Amerikanisches Staatenspstem.
seinen Konstituenten — äe Iseto — aus eigener Macht eine unabhän-gige, föderative Staatsform zu bilden. — Dieser Brief, an den Ayun-tamiento von Bexar adressirt, ward hier eröffnet und sogleich nach Mexikozurückgesandt, während Austin auf seinem Wege nach Texas war. Erward sogleich verfolgt, in Saltillo erreicht, und in Mexiko in einenKerker der Inquisition gefangen gesetzt, wo er drei Monate ohne Ver-hör, ohne Anklage, ohne alle Verbindung mit seinen Freunden schmach-tete. Die Wirkung dieser Nachricht in Texas war eine allgemeine Er-bitterung, und eine Minorität bildete sich, welche sogleich gänzlicheTrennung von Mexiko als absolut nothwendig forderte. Die Mehrzahlder Texaner war jedoch auch zu dieser Zeit noch friedlicher Gesinnung,und eher geneigt, geduldig manches Übel zu ertragen, als sich in einenzweifelhaften Kampf mit der Central-Regierung einzulassen und Allesanf's Spiel zu setzen. Mittlerweile brachen, in Folge einer am 13.
Mai 1834 ansgebrochenen Spaltung, zwischen Santa Anna und demGeneral-Kongreß neue Verwirrungen im Staate selbst, in der geseyge;benden Versammlung von Cohahnila und Texas zu Monclova, im Juli1834 aus; die Versammlung trennte sich in zwei politische Parteien!beide Faktionen erklärten ihre Handlungen gegenseitig für ungesetzlich,und jeder Rest von Autorität oder Regierung war dahin. Die Periodeder Wahl neüer Repräsentanten und Municipalbehörden für 1835 und1836 verfloß unter der Herrschaft zweier Gouverneure ohne Erfolg. ImStaate Cohahnila und Texas versammelte sich endlich ei» nengewäbller,gesetzgebender Körper im März 1835, doch nur, um sogleich neüe Ursa-chen zu Verwirrungen zu erschaffen; es ward nämlich der Verkauf von411 Quadratlegnas Land in Texas vorgeschlagen und genehmigt, um dieUnkosten der Staatslegislatur zu bestreiken. Der Kongreß in Mexikosetzte sich zwar diesem Verkaufe entgegen, da alle Läntereien nur zuGunsten der General-Regierung verkauft werden könnten, um so mehr,als der Staat Cohahnila noch rückständige Beiträge zur Nationalschnld !zu bezahlen habe, und schlug ein Gesetz vor, dieses Land von deMStaate Cohahnila und Texas zu kaufen, und den Kaufbetrag von seiner ^Schuld an die General-Regierung abzuschreiben. Allein dies war niclstim Sinne der Staatsgcsetzgebnng, sie brauchte Geld, und der Verkaufging in Monclova vor sich. Die Hanptkaüfer waren Texaner, und dasGehässige dieser großen Landspekulation wurde ungerechter Weise aufTexas geschoben, während die größere Bevölkerung von Cohahnila einbeständiges Übergewicht in der Gesetzgebung und eine absolute Kontrolledes Staatseigenthnms in Texas hatte. — Als der 411 Leguas-Derkaufin Mexiko bekannt wurde, befahl Santa Anna, der an der Spitze derMilitärgewalt stand, dem General-Kommandanten Cos zu Matamvrvs,die widerspenstige Gesetzgebung in Monclova aufzulösen, was diesemauch leicht ward, und mit der Verhaftnahme mehrerer Deputirten uimdes Gouverneurs endigte. Die texanischen Landspekulanten eilten na«)Hause, und proklamirten Krieg, Trennung und Unabhängigkeit. D>tbeiden politischen Parteien des Landes organisirten sich: die Kriegslusn'gen erhoben am 16. August in der Ebene von Sän Jaciuto ihr Fahue-die Friedfertigen hielten Berathungen, verbreiteten Circulare und Adres-sen, und bemühten sich nochmals, den Sturm zu beschwichtigen. GeneralAustins Zurückkunft aus der Gefangenschaft, im Septbr. 1835, und dieVersprechungen und Zusagen, die er von Santa Anna und andern eru->flußreichen Männern in Mexiko brachte, Alles aufzubieten, um da» ,