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6 (1844) Das amerikanische Staatensystem, das mohammedanische Staatensystem, die christlichen Staaten von Abyssinien, das buddhaistische Staatensystem und die Heidenwelt : nach den geographisch-statistischen Hauptverhältnissen / von Dr. Heinrich Berghaus
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Amerika.

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Wohl Texas zu befördern, vereinigte schnell beide Parteien, und derFriere wäre erhalten worden, wenn nicht neue Maßregeln der Central-Negierung die Aufregung von Neuem belebt und der Warnung der Kricgs-Partei vor der Doppelzüngigkeit mexikanischer Politiker Gewicht gegebenhätte. — Die Central-Negiernng verlangte die Verhaftnahme verschie-dener Texaner, insbesondere des Lorenzo de Zavala, eines geborenenMexikaners, von dem kein Vergehen bekannt war, und unmittelbar dar-auf folgte «in Befehl des Obersten Cos an die Bewohner des ganzenDistrikts, ihre Waffen den Militärbehörden auszuliefern. — Nichts wei-ter bedurfte es, um den Texaner» zu zeigen, wie die Regierung die demGeneral Austin gemachten Versprechungen zu erfüllen beabstchtige; einerBevölkerung inmitten endloser Wälder, von Raubthieren und IndianernUmgeben, deren Existenz größtentheils auf Jagd beruht, die Waffen ent-ziehen zu wollen, zeigte, wie unwissend, unbesonnen und verblendet dieMexikanischen Gewalthaber verfuhren. Dennoch hörte man noch vonkeiner allgemeinen Stimmung zu Gunsten einer Trennung von Mexiko.West-Texas versammelte sich von Neüem und bildete Sicherheits-Aus-schüsse, von denen jener von Sau Felipe de Austin, nitter dem Vorsitzedes Generals Austin, der Centralpunkt war. Am 1S. Septbr. publicirtedieser Central-Ausschuß ein Circular mit der gewissen Nachricht, daßGeneral Coö mit 400 Mann Infanterie und einem Bataillon Lanzen-Neitern am I. MatamoraS verlassen und am 16. in Vexar eintreffenwürde; — jetzt war an keine aussöhnenden Maßregeln mehr zu denken,ks blieb keine andere Wahl, als Vertheidigung oder der Ruin vonTexas; oder mit einem Worte: Krieg! — Der Ausschuß forderte daherzu schneller Organisation der Miliz in den verschiedenen Mniiicipalitäts-Djftrikten auf und zu Versammlung einer National-Conventivn zu lei-tender Berathung. Jetzt begann der abenteuerlichste Kampf des iStenJahrhunderts. — General Cos erklärte in Bexar, daß sein Zweck sei,in Austins Kolonie zu marschiern und dort alle Verhältnisse durch Mili-tärgewalt zu ordnen. In Gonzalez war unterdessen bereits ein Gefechtvorgefallen; die Mexikaner, welche am 2V. Septbr. einen Übergang überden Guadelnpe versuchten, wurden von 18 Mann zurückgeworfen, undverhielten sich bis zum 1. October ruhig, an welchem Tage sie eine guteStellung wenig« Meilen oberhalb Gonzalez einnahmen. Mittlerweilewaren die Texaner auf ISO Mann angewachsen, gingen nun selbst überven Fluß, und begannen, nach kurzer Besprechung mit dem mexikanischenAnführer, das Gefecht, das mit dem Davonlaufen der Mexikaner en-dete. Dieses war das erste Ereignis; des eigentlichen Revolutionskrie-stes, den fortzusetzen, und alle Mexikaner über den Niv Grande zurück-zutreiben, die Texaner sich schnell entschlossen und vereinigten Dieverschiedenen Sicherheits- und BerathnngS-Ausschüsse wirkten mit Ent-schlossenheit; von allen Seiten eilten die Kolonisten herbei; Nacogdoches*vliannte den Advokaten Samuel Houston zum General des Departe-ments ; Lorenzv de Zavala, früher Gouverneur in Mexiko und Gesandteriu Frankreich, nahm den Vorsitz des Centralausschusseö in Sän Felipe^u, und General Austin den Oberbefehl über die sich versammelndenStreiter. Am 8. October fiel das wichtige Fort Goliad einer Abtheilung^r texanischen Macht unter Collinswvrth in die Hände; am 11. vrga-Ulsirt« sich die Armee, 300.'! Mann stark, am Guadelupefluß, erwählteAustin zum Oberbefehlshaber, und an demselben Tage bildete sich zuFelipe eine Grneralbehörde; sämmtliche Abgeordnete vertagten sich