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6 (1844) Das amerikanische Staatensystem, das mohammedanische Staatensystem, die christlichen Staaten von Abyssinien, das buddhaistische Staatensystem und die Heidenwelt : nach den geographisch-statistischen Hauptverhältnissen / von Dr. Heinrich Berghaus
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Amerikanisches Staatensystem.

aber am 1. Novbr., um sich an die Armee anzuschließen, und Houstontrat als gemeiner Soldat in dieselbe ein. Am I. Novbr. nahm die texa-nische Haupt-Armee eine Stellung nächst Bexar ein, und begann denPlatz ernstlich anzugreifen, während verschiedene Gefechte zwischen kleine-ren Abtheilungen vorfielen, die alle damit endigten, daß die Mexikanerdavonliefen, sobald die texanischen Kugeln zu treffen anfingen. — Ge-neral Austin, ohne alles Belagerungsgeschütz, war gezwungen, die FesteBexar durch Umzinglnng und Aushungerung zum Falle zu bringen,welches Verfahren aber den Freiwilligen nicht zu Sinne war, da beiihnen selbst ein fühlbarer Mangel an Lebensmitteln eintrat, die Wenig-sten in ihrer Sommerkleidung die eben beginnende Regenzeit auszuhal-ten vermochten, und bei den meisten das Ende der versprochenen Dienst-zeit schon herannahte, und nur der Beschluß der Regierung, Jedem, derbis zur Übergabe Bexars aushalten wollte, monatlich eine Entschädigungvon 20 Dollars zu zahlen, hielt die Mehrzahl zurück. Mittlerweile warGeneral Austin zum Kommissär in den Vereinigten Staaten erwähltworden und verließ die Armee, deren Kommando nun Eduard Burlesonübernahm, während täglich mehr Freiwillige die Armee verließen, alsderen neue eintraten. Ermüdet von ihrer Unthätigkeit, verlangte endlichder Nest den Platz stürmen zu dürien; 250 Freiwillige, unter AnführungBenjamin N. Milam, entschlossen sich sogleich zum Angriff; mit einemTheil seiner unbedeütenden Macht taüschte Oberst Neil die Mexikanerdurch einen Scheinangriff auf das der Stadt gegenüberliegende FortAlamo, während Milam selbst in Bexar eindrang; der Kampf warfürchterlich und währte drei Tage, da General Eos inmitten der Stadt ^sich zwischen zwei steinernen Häusern befestigt, seine Feldstücken auf ei-ner alten Kirche aufgepflanzt, und seine Schießscharten so maskirl hatte,daß ihm die texanischen Scharfschützen nicht ankommen konnten. Endlichgelang der Sturm des festen Punktes den Texaneni, von denen keinerunverwnndet blieb, und viele, worunter auch Milam, das Leben verlo-lore»; die Mexikaner flohen, mit Hinterlassung ihrer Artillerie, in dasFort Alamo, am andern Tage sank auch die bisher aufgepflanzte mexi-kanische Flagge, und die weiße texanische nahm deren Stelle ein; einsKapitulation ward abgeschlossen, welche dem General Eos freien Abzugnach Mexiko gestattete, und mit dem Abzug dieser Besatzung war Texasvon allen mexikanischen Truppen befreit.

Obschon die Erfolge der texanischen Waffen ausgezeichnet und ent-scheidend waren, das Zutraue» erweckten und den Muth des Volkeshoben, war es doch offenbar, daß blos der erste Akt des Drama's ge-spielt worden. Die alte Verfassung von 1824, für welche Texas bis jetztgefochten, bestand nirgends mehr in Mexiko; sich der Regierung einesSoldaten und eines Bischofs zu unterwerfen, lag nicht in dem Willen ;, der Texaner; die mexikanischen Gewalthaber erklärten Alles aufbieten Ü>wollen, die erlittene Schande zu verlöschen und im Herzen von Texasihre Fahne auf dem Schütte der Woynplähe der Kolonisten aufzurichten' ies blieb nun nichts mehr übrig, als Kampf um Alles, und um gänz-liche Unabhängigkeit von Mexiko. — Der Rath der provisorischen Ne- ^giernng hatte, während er seit der kurzen Zeit seiner Einsetzung am 22 .Novbr., einen rühmlichen Eifer an den Tag gelegt, am 12. DecemberHouston zum Oberbefehlshaber der Armee ernannt, die Errichtung ei-nes Korps Grenzjäger begonnen, Cadres für eine reguläre Armee ge- ^bildet, den Keim einer Marine gelegt, und den Einkauf von Waffen